… mit einem, für Eppsteiner Verhältnisse, sensationellen Ergebnis: SPD-Mann Peter Keller gewann die geheime Wahl mit einer Stimme Vorsprung vor CDU-Konkurrent Bruno Domes: Fünf von neun Ortsbeiräten hatten ihr Kreuz hinter seinem Namen gesetzt.
Zuvor gab es reichlich Spekulationen, denn die Stimmenverhältnisse sind im Eppsteiner Ortsbeirat alles andere als eindeutig: CDU, SPD, Grüne und FWG stellen je zwei Mitglieder, die FDP einen.
Peter Keller ist Ortsvorsteher von Eppstein
CDU und Grüne hatten sich vorab auf Bruno Domes als Kandidat geeinigt. Die SPD hatte kein Hehl daraus gemacht, dass sie gern den Ortsvorsteher in der Kernstadt stellen würde. Blieb die Frage offen, wie sich FWG und FDP positionieren würden. FDP-Mann Thomas Uber bezog nach der Wahl öffentlich Stellung und erklärte, warum er als „Zünglein an der Waage“ für Peter Keller gestimmt hatte. Die Entscheidung sei ihm schwer gefallen und keine Wertung der beiden Personen. Vielmehr gehe es um „Checks und Balances, das Austarieren von Machtverhältnissen“, betonte Uber.
Ohnehin gibt es viele neue Gesichter im neuen Ortsbeirat Eppstein: Sechs von neun Mitgliedern sind zum ersten Mal im Ortsbeirat. Während CDU-Mann Bruno Domes und FWG-Kollegin Linda Kliese-Dürrich in der vorigen Wahlperiode bereits Erfahrung als Stadtverordnete gesammelt haben, war die Sitzung am Montag für die beiden Grünen Fraktionsmitglieder Stefan Krüger und Gordon L‘Habitant und CDU-Mann Stefan Becker eine Premiere. Sie wurden erstmals in ein Gremium der Stadt gewählt – und hatten gleich in ihrer ersten Sitzung über 20 Tagesordnungspunkte vor sich. Unter anderem die wichtige Entscheidung für die Vorzugsvariante für den Rad- und Fußweg zwischen Bremthal und Eppstein.
Um es vorweg zu nehmen: Das Votum fiel einstimmig für die neue Variante 4a aus. Peter Keller, der wie FWG-Mann Florian Albers und Thomas Uber dem Gremium schon seit einer Wahlperiode angehört, lobte: „Viele Anregungen wurden aufgegriffen, aus unserer Sicht wurde die ideale Trasse gefunden!“
In die überarbeiteten Pläne flossen noch einmal Wünsche der Stadtverordneten ein. Sie sei eine Kombination aus verschiedenen Elementen der bisherigen Vorschläge, sagte Eleanor Theurich, die zuständige Mitarbeiterin im Bauamt: So führt der Radweg, beginnend am Parkplatz Am Herrngarten, weitgehend parallel zur Bundesstraße. Die B455 muss an einer Stelle, kurz hinter dem Bahntunnel, Richtung Felsen verlegt werden. Dieser wird um einige Meter abgetragen. Der Damm des geplanten Regenrückhaltebeckens werde zwar tangiert, aber nur soweit, dass Weg und Rückhaltebecken unabhängig voneinander gebaut werden können. Auch bei der Umweltverträglichkeitsstudie erreiche die neue Variante mit 3,8 die bestmögliche Bewertung, so die Planer.bpa


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