Sperrung B455: Kleiner Grenzverkehr statt weite Wege

Zu unserem Bericht "Geschäfte sorgen sich wegen B455-Sperrung“ in EZ 22/76 vom 28. Mai 2026: 
EZ-Leser Horst Weise hat zur Vollsperrung der B455 und der geplanten Einbahnregelung in Alt-Eppstein eigene Ideen entwickelt, die er in einem Leserbrief beschreibt.

„Als ich in der aktuellen EZ gelesen habe ,Innerörtlich wird für den Verkehr in der Burgstraße eine Einbahnregelung von Eppstein Foils bis zur Talkirche eingerichtet‘ ist bei mir endgültig der Geduldsfaden gerissen.

Ich will hier nicht weiter über Hessen Mobil lamentieren - aber offensichtlich hat Hessen Mobil die Macht mit Vollsperrungen zu arbeiten, selbst wenn sie dabei eine fragile Infrastruktur gefährdet und/oder zerstört.

Wenn die B455 zwischen der Ampel an der Lorsbacher Straße bis zur westlichen Einmündung der Burgstraße voll gesperrt wird und gleichzeitig die östliche Burgstraße Einbahnstraße wird, suchen sich viele Kunden der Lebensmittelgeschäfte einen anderen Anbieter.

Wenn ich von meinem Wohnort (Embsmühle) zu Edeka will, kann ich das nicht zu Fuß machen (laut Navi benötige ich zu Fuß dafür 1,5 Stunden hin und zurück) aber mit dem Auto geht es auch nicht mehr - ich werde also gezwungen meine Lebensmittel wo anders zu kaufen.

Auch anderen Geschäften, Restaurants, etc. wird das Wasser abgegraben, dabei ist die Infrastruktur in allen Kommunen sehr fragil. Wer diese zerbrechliche Infrastruktur mutwillig zerstört oder noch weiter an den Rand des Abgrunds bringt, handelt nicht nur fahrlässig, er treibt Teile der Bevölkerung auch in die Arme der Populisten.

Jetzt höre ich auf zu schimpfen und mache einen Vorschlag, wie man einen ,kleinen Grenzverkehr‘ zwischen der einen Seite der Vollsperrung (Alt-Eppstein, Vockenhausen) und der anderen Seite (In der Müllerwies, Staufenstraße) ermöglichen kann.

Klar ist, dass man die Burgstraße nicht für den Durchgangsverkehr freigeben kann.

Aber wenn man die Einbahnstraßenregelung in einem Zeitraster von 30 Minuten umkehren würde und das zusätzlich noch durch Verbotsschilder untermauert, die den überörtlichen Durchgangsverkehr verbietet, könnten die Alt-Eppsteiner und die Vockenhäuser weiterhin zu Edeka fahren.

Konkret: An beiden Enden der Einbahnregelung der Burgstraße wird eine Baustellenampel aufgestellt die immer exakt zu einer ganzen Stunde die eine Richtung für 30 Minuten freigibt und die andere halbe Stunde zwischen halb und ganz die andere Richtung freigibt (evtl. ist ein 15 Minuten-Raster besser, aber vielleicht ist das zu wenig abschreckend für den überörtlichen Verkehr).

Das Ganze muss mit einem deutlichen Hinweisschild, das auf die zeitliche Regelung hinweist versehen werden („Durchfahrt nur von xx:00 bis xx:25“ und auf der anderen Seite „Durchfahrt nur von xx:30 bis xx:55“).

Damit hätte der ,innerörtliche kleine Grenzverkehr‘ eine zeitlich planbare Grundlage wie er die Infrastruktur auf der anderen Seite der Grenze in Anspruch nehmen kann.“

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