Gelbe Tonne – Ein kleiner Blick über den Tellerand

Zu unseren Berichten zur Gelben Tonne (EZ Nr. 4 und 5/76 vom 21. und 28. Januar 2026) macht Leserin Ute Mauer lösungsorientierte Vorschläge zur Praxis:

Liebe Stadt Eppstein, lieber Müllentsorgungbetrieb, liebe Verfechter der „Gelben Lösung“,

wenn es uns schon nicht gelingt, in einer so alltäglichen Sache wie unserem eigenen Müll eine gemeinsame Lösung zu finden, wie will es uns dann gelingen, die großen Probleme dieser Tage und dieser Welt anzugehen?

Im Sinne der Lösungsfindung für alle Seiten hätte ich einen Vorschlag, damit wir Zeit und Köpfe wieder für andere Dinge frei bekommen:

Alle Tonnebesitzer bestücken ihre Tonne mit einem gelben Müllsack, den gibt es passend zur Tonnengröße in 120 Litern oder 240 Litern.

Dieser Sack wird am Tag der Abholung entweder vom Besitzer selbst entnommen oder vom Müllunternehmen, die ihn dann wie die anderen Säcke auch in das Müllauto werfen.

Gewichtemäßig sollte das kein Problem sein, da es sich beim Inhalt ja um leere und leichte Verpackungen handelt.

Auch die Kosten sind überschaubar: z.B. 120 Liter ca. 32 Euro/250 Stück oder 240 Liter ca. 36 Euro/90 Stück, das sollte bei einer Leerung von 25 Mal im Jahr bei einer kleinen Tonnen für 10 Jahre, bei einer großen Tonne für mehr als 3 Jahre reichen….

Wer jetzt mit mehr Belastung der Umwelt argumentiert, kann beim Kauf gleich auf etwas weniger Kunststoffumverpackung achten, da ist eine Rolle gelber Säcke schnell wieder „rausgeholt“.

Zudem müssen Tonnenbesitzer ihre Tonne nicht mehr reinigen, das spart Wasser und schont ebenfalls die Umwelt.

Auch der Schutz vor dem Aufreißen der Tüten durch Tiere bleibt bei Weiterverwendung der Tonnen erhalten.

Wenn wir also alle ein bißchen in der Mitte zusammenrücken, wäre jedem geholfen und wir ersparen der Gemeinschaft eine weitere Erhöhung von Müllgebühren aufgrund von Mehraufwand für die Entleerung von Tonnen.

Ein kleiner Blick über den Tellerand: In anderen Städten bringen Anwohner ihren Müll (ob Tonne oder Säcke) am Tag der Abholung an einen zentralen Sammelplatz, auch das könnte die Kosten noch senken...

Mit lösungsorientierten Grüßen
Ute Mauer

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