Neue Bewerbung für Landesprogramm ‚Zukunft Innenstadt‘

Blick über den Dorfplatz am Born auf die Alte Schule und das Heimatmuseum Bremthal.Foto: Stadt Eppstein

Blick über den Dorfplatz am Born auf die Alte Schule und das Heimatmuseum Bremthal.Foto: Stadt Eppstein

Die Hessische Landesregierung hat ihr Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“ neu aufgelegt. Für Bürgermeister Alexander Simon steht fest, dass sich die Stadt Eppstein erneut bewerben sollte und wieder mit dem Stadtteil Bremthal.

Damit beschäftigen werden sich der Ortsbeirat Bremthal und der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt sowie die Stadtverordnetenversammlung, die am Donnerstag, 25. Juni, um 19.30 Uhr im Rathaus in Vockenhausen tagt.

Die politischen Gremien in Eppstein hatten bereits 2025 eine Bewerbung Bremthals unterstützt. Der Antrag wurde vergangenes Jahr nicht vom Land bewilligt. Das für 2026 neu aufgelegte Förderprogramm legt die Fördersumme pro Kommune auf 300 000 Euro fest.

Eppstein hatte sich im Jahr 2021 erfolgreich beim Landesprogramm Zukunft Innenstadt beworben und Fördermittel für Projekte in der Altstadt in Höhe von 250 000 Euro erhalten. Dieser Geldbetrag musste mit kommunalen Mitteln von mindestens weiteren 20 Prozent aufgestockt werden. Seitens der Stadt wurden 65 000 Euro bereitgestellt, sodass insgesamt Mittel in Höhe von 315 000 Euro zur Verfügung standen.

„Die Erfahrungen mit dem Landesprogramm Zukunft Innenstadt, der Bewerbungs- und Umsetzungsphase sowie der Abwicklung waren durchweg sehr positiv,“ blickt Bürgermeister Alexander Simon zurück. Aus seiner Sicht wurden etliche Projekte umgesetzt.

Für Bremthal sollen mehrere Projekte zur Förderung angemeldet werden. Beantragt wurden: die Erstellung eines Mobilitätskonzeptes für den Ortskern und die Wiesbadener Straße sowie Gelder für Umsetzungsmaßnahmen, die Installation einer Lauschtour als digitaler Stadtrundgang und die Schaffung von Angeboten für Elektromobilität. Hierfür wurden die Gesamtkosten auf 110 000 Euro beziffert, die Fördersumme wäre 85 000 Euro. Als zweites Projekt sind Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung öffentlicher Einrichtungen zusammengestellt: Angedacht sind die Innenraumoptimierung und die Aufwertung des Außengeländes der Alten Schule sowie die Renovierung des Heimat- und Geschichtsmuseums. Zudem könnten Gelder für die Erweiterung und Neumöblierung der Ortsmitte, beispielsweise für neue Sitzbänke und neue Marktschirme, beantragt werden. Die Renovierung des Dorfbrunnens und Projekte unter dem Stichwort „Schwammstadt“ sollen angemeldet werden. Für diese Projekte werden die Kosten auf 170 000 Euro geschätzt, wobei die Fördersumme hier bei 135 000 Euro läge.

Schließlich möchte die Stadt Geld für die Erweiterung von Spielplätzen und zur Aufwertung des Festplatzes anmelden. Vorgeschlagen ist auch die Schaffung von weiteren Lagerräumen für Vereine. Die Gesamtsumme wird mit 100 000 Euro beziffert, der Fördermittelbetrag mit 80 000 Euro.

In Bremthal gab es im Jahr 2006 bereits ein Städtebauförderprogramm. Im Rahmen der „Einfachen Stadterneuerung“ entstand ein Restaurant in der Ortsmitte, die Ortsmitte selbst wurde umgestaltet und der Kirchplatz in Teilen erneuert. Auch private Sanierungsmaßnahmen wurden gefördert. Die Stadt möchte die Bürgerinnen und Bürger von Beginn an einbinden.

Die Ortsmitte in Bremthal bietet sich dabei aus Sicht des Magistrates an, weil dort mit dem Heimatmuseum Bremthal, der Alten Schule und dem Backhaus drei intensiv genutzte öffentliche Gebäude vorhanden sind. Ob der Antrag der Stadt Erfolg haben wird, steht Ende 2026 fest. Ob und welche Maßnahmen umgesetzt werden und wann, klärt sich im Jahr 2027.EZ

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