... für dieses Jahr: dann spielt das Franck Piano Quintett verstärkt mit einem Klavier-Duo Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, César Franck sowie Leopold Kozeluch.
Schirmherr Christian Heinz, Hessischer Justizminister, zog bereits jetzt in Eppstein Bilanz: „Es war wieder ein großartiger Erfolg.“ Und es war nicht nur ein Klavierfest für Kenner, sondern vor allem für alle, die es kennenlernen wollten. Eine musikalische Reise in entlegene Länder (Armenien) oder zu verborgenen Kleinodien der klassischen Musik (Werke zu entdeckender Komponistinnen) oder das Reinhören in interessante Nischen (etwa von Filmmusiker Nino Rota).
Und die Zahl der neugierigen Zuhörer wuchs in der zweiten Woche des Programms an. Bis zum umjubelten Schlussakkord in der vollbesetzten Talkirche, mit der künstlerischen Leiterin Anna Victoria Tyshayeva am großen Ritmüller-Flügel und mit ihrem Duo-Partner Michel Gershwin an der Geige. Es war beseeltes Musizieren und großartiges Duo-Spiel, angefangen vom Jauchzen und Schluchzen bei Johannes Brahms’ pseudo-ungarischen Rhapsodien – in der Bearbeitung seines Geiger-Freundes Joseph Joachim – bis zum seligen Schimmern und geheimnisvoll dunklen Raunen in Robert Schumanns erster Sonate für Violine und Klavier.
Ein Vorgeschmack auf das Abschlusskonzert in Hofheim. Doch auch ein Ade für Pfarrerin Heike Schuffenhauer, die herzlich und mit einem aparten Zugabestückchen des früheren Wundergeigers Fritz Kreisler verabschiedet wurde. Die Mitbegründerin des Klavierfestes wird nun in den Ruhestand wechseln und im nächsten Jahr nur noch auf einem Ehrenplatz zuhören.
Ihr Segen über das Eppsteiner Klavierfest scheint davon unbeeindruckt weiter zu wirken. Anna Tyshayeva und ihre neuen Helfer planen bereits das 17. Klavierfest: „Es gibt schon viele Ideen in meinem Kopf.“rp



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