TSG Ehlhalten spendet lebensrettenden Defibrillator

Albert Kretschmer (re.) zeigt mit Hilfe einer Puppe, wie der Defibrillator angelegt wird. TSG-Kassenwart Matthias Erkens, Vereinschef Bernd Weil, Vize Bernd Reinhardt und Bürgermeister Alexander Simon sind beeindruckt.Foto: Simone Pawlitzky

„Bleiben Sie ruhig. Folgen Sie den Anweisungen. Kleidung von der Brust des Patienten entfernen. Elektroden wie abgebildet anbringen“, diese Anweisung gibt der AED, der sogenannte Automatisierte Externe Defibrillator.

Wenn bei einem Menschen die Atmung aussetzt, kann dieses mobile Gerät einen lebensrettenden Dienst leisten. Vor etwa sechs Jahren fiel plötzlich ein Spieler beim Tischtennisspielen an der Platte um und musste reanimiert werden, erinnerte sich der Vorsitzende des Sportvereins TSG Ehlhalten, Bernd Weil.

Zu zweit übernahmen sie die Erste Hilfe und konnten den Kollegen retten. „Seither haben wir immer wieder über die Anschaffung eines Defibrillators nachgedacht und vor einiger Zeit die Idee wieder aufgegriffen.“ Zur Unterstützung holten sie sich Vereinsmitglied Albert Kretschmer ins Boot. Der Ehlhaltener ist seit 50 Jahren ehrenamtlich für den Malteser Hilfsdienst tätig und kennt sich aus. „Erste Hilfe ist mir ein Herzensanliegen“, sagte Kretschmer und erklärte, warum ein schnelles Handeln über Leben und Tod entscheiden kann. „Ab drei Minuten sterben Gehirnzellen ab, wenn sie keinen Sauerstoff mehr bekommen.“

Vor der Datten-bachhalle legte er zwei Erste-Hilfe-Puppen, ein Kind und einen Erwachsenen, aufeine Rettungsdecke und stellte die Situation nach, in der sich Bernd Weil damals befand.

Nachdem er die Atmung überprüft hatte, drückte er das Herz zusammen und presste das Blut mit dem Sauerstoff in den Körper hinein. „Nun kommt mit Hilfe des Defibrillators noch technische Unterstützung hinzu. Mit dieser Form der Lebensrettung können wir Menschenleben retten bis der Rettungsdienst eintrifft“, betont Kretschmer.

„Für die Anschaffung eines solchen Geräts war uns wichtig, dass es auch schnell in den Kindermodus wechseln kann“, erklärte Bernd Weil mit Blick auf das Montessori Kinderhaus, das Vereinsleben und die Feste, die auf dem Gelände der Dattenbachhalle regelmäßig stattfinden. Insgesamt 3500 Euro investierte der Verein für den mobilen Defibrillator und seine Installation im Außenbereich der Dattenbachhalle, denn das Gerät ist für jeden zugänglich. „Nachts leuchtet es blau. Wenn es geöffnet wird, blinkt es rot und ein lauter Alarm ist zu hören.“ Bürgermeister Alexander Simon bedankte sich für die enorme Investition des Vereins. „Es ist ein lebensrettendes Gerät mit einem idealen Standort. Hier ist der Hotspot des Vereinslebens. Hier werden Feste gefeiert und hier sind die Menschen nun ein stückweit besser vorbereitet.“

Er hoffe, dass das Gerät weder gebraucht noch beschädigt werde. Der Verein sei ein Vorbild und dürfe gerne Nachahmer finden. Um die Angst vor lebensrettenden Maßnahmen zu nehmen, seien außerdem Schulungen in der Dattenbachhalle geplant. Das Montessori Kinderhaus habe bereits angefragt und Albert Kretschmer berichtet, dass seit 14 Tagen auch wieder Ausbildungskurse für jeweils maximal zehn Personen beim Malteser Hilfsdienst in Fischbach angeboten werden. pw

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