Gut ein Drittel der Kinder kommt nicht im Auto zur Kita Embsmühle

Parken wird eingeschränkt

Eine Umfrage bei Eltern und Mitarbeitenden ergab, das knapp 37 Prozent nicht mit dem Auto zur Kita kommen.Grafik: Stadt Eppstein

Eine Umfrage bei Eltern und Mitarbeitenden ergab, das knapp 37 Prozent nicht mit dem Auto zur Kita kommen.Grafik: Stadt Eppstein

Der neue Kindergarten an der Embsmühle und die Auswirkungen beim Bringen und Abholen der Kinder auf den Straßenverkehr standen im Mittelpunkt einer Umfrage, die die Stadt Eppstein veranlasst hat.

Gefragt wurde: „Wie kommen Sie üblicherweise zu unserer Einrichtung?“

Zum Zeitpunkt der Umfrage wurden 83 Kinder in der neuen Einrichtung betreut, 79 Eltern haben sich an der Umfrage beteiligt. 17 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ebenfalls an der Umfrage teilgenommen.

Die Auswertung ergab laut Bürgermeister Alexander Simon, dass mehr Eltern als erwartet, den Kindergarten nicht mit dem Auto erreichen: Knapp 37 Prozent der Eltern bringen und holen ihr Kind nicht mit dem eigenen Auto. Demnach haben 50 Personen oder 63,3 Prozent der Eltern angegeben, zum Kindergarten mit dem Auto zu kommen. Mit dem Fahrrad kommen 22 Menschen oder 27,8 Prozent und zu Fuß kommen sechs Menschen oder 7,6 Prozent. Die öffentlichen Verkehrsmittel werden von einem Elternteil genutzt, das entspricht einem Anteil von 1,3 Prozent.

Bei den 17 an der Umfrage teilnehmenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ergab die Auswertung, dass knapp 30 Prozent nicht mit dem Auto zum Kindergarten fahren, also fahren zwölf Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen oder gut 70 Prozent mit dem Auto zum Kindergarten. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad kommen jeweils zwei Mitarbeiter, eine Person nutzt öffentliche Verkehrsmittel.

Vorigen November hat der neue Kindergarten in Vockenhausen den Betrieb aufgenommen. Eine neue Straße, sowie das Gebäude und das Außengelände wurden im Auftrag der Stadt errichtet. Der Kindergarten wird von der Glückskinder GmbH betrieben, der seinerzeit von den Tagesstätten in der Hauptstraße und im Eppenhainer Weg dorthin umzog.

Im Rahmen des Bauleitplanverfahrens hatte die Stadt Verkehrsgutachten erstellen lassen. Dort wurden bei einer Vollauslastung des Kindergartens mit 136 Kindern bis zu 450 Fahrten im Zusammenhang mit dem Kindergarten pro Tag prognostiziert und als unproblematisch angesehen.

Nun gibt es neue Beschwerden aus der Anliegerschaft, auf die die Stadt reagieren muss: In Kürze wird der zum Kindergarten gehörende Parkplatz als solcher gekennzeichnet und die Nutzung dieses Parkplatzes nur noch den berechtigten Personen, also Kita-Personal und Eltern, gestattet. Allen anderen wird die Nutzung untersagt. Das trifft vor allem Vereinsmitglieder der Sportfreunde Vockenhausen und des TSV Vockenhausen, die die Parkplätze in den Abendstunden nutzen, um von dort aus zum Sport zu gehen. Dies werde, so stellen es laut Simon, Anwohner dar, als unnötige Lärmbelastung empfunden.

Die Stadt hatte zunächst erwogen, auch den Parkplatz neben der Kita für die Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen. Von dem zusätzlichen Parkplatzangebot sollten insbesondere die Anlieger profitieren.

Die Stadt Eppstein wird nun aufgrund der Beschwerden aus der Anliegerschaft auch die Nutzungsoptionen des angrenzenden öffentlichen Parkplatzes erörtern und dabei in Erwägung ziehen, diesen Parkplatz mit einer zeitlichen Beschränkung auszugestalten. Denn nur dann werde gewährleistet sein, dass der Parkplatz nicht von Anwohnern belegt wird und die Nutzer der Sportanlagen auch in Abendstunden einen Parkplatz finden.

Nach Auffassung der Stadt Eppstein ist die aktuelle Situation mit nicht regulierten Parkplätzen weniger konfliktträchtig als eine Situation mit eingeschränkten Parkmöglichkeiten. Aufgrund der Beschwerden befürchte die Stadt ein juristisches Verfahren, wenn sie das Parken vor dem Kindergarten nicht entsprechend einschränkt. EZ

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