Vom Dach aus ist der Graben für die Stromleitung vom Straßenanschluss An der Embsmühle bis zum neuen Gebäude gut zu sehen. Bis Anfang September will die Syna die Leitungen verlegt haben samt Hausanschluss.
Im Inneren stehen sämtliche Zwischenwände und sind schon gestrichen, die ersten Steckdosen sitzen. Die Brandschutzmeldeanlage ist fast fertig. Im künftigen Team-Zimmer für Dokumentationen stapeln sich derzeit noch die Türrahmen. Im Technikraum sind Heizung und Leitungsrohre montiert. „Hier fehlt nur noch der Anschluss zwischen Wärmepumpe und der Fußbodenheizung“, sagt Oliver Wirfs, Geschäftsführer des Trägers Glückskinder GmbH, der im November mit seinen beiden Vockenhäuser Einrichtungen, der Kita im Eppenhainer Weg und der Krippe in der Hauptstraße 135, ins neue Gebäude umziehen will.
Im Erdgeschoss fehlen nur noch einige der schalldämmenden Platten für die Decke, im Obergeschoss montieren die Handwerker gerade erst das Metallgerüst für die Deckenplatten. Während oben die letzten grauen Steingut-Bodenplatten im Bad verfugt werden, sind die Bäder für die Kita-Gruppen im Erdgeschoss bis auf die Objekte fertig, je ein Bad für zwei Kita-Gruppen. Zweifarbige Toilettenspültasten in hellem und mittlerem Blau weisen darauf hin: Hier entstehen Räume für Kinder.
Ein Teil des großen Foyers ist schon mit den gleichen grauen Bodenplatten gefliest. Auch der behindertengerechte Aufzug funktioniert schon. In der Küche im Untergeschoss sind die Handwerker dabei, die Wände fertigzustellen: Am 1. Oktober soll die Küche kommen, die aus der eigentlichen Küche und einem Hauswirtschaftsraum besteht.
Je zwei Gruppenräume samt Bad sind in den beiden Seitenflügeln im Untergeschoss untergebracht. Bodenhohe Fenster führen später einmal auf eine Terrasse und das Spielgelände hinaus. Auf den Gemeinschaftsraum zum Werken, Basteln und Malen ist Wirfs besonders stolz: „Schon jetzt machen die Kindergartenkinder bei uns einen Werkzeug-Führerschein“, sagt er, „künftig haben sie in der neuen Einrichtung richtige Werkbänke und Arbeitsplätze mit Schraubenziehern, Hammer, Zange und Feile“.
Im Obergeschoss entstehen die drei Gruppenräume für die unter dreijährigen Kinder samt angegliedertem Ruheraum und großem Aufenthalts- und Meetingraum für die Mitarbeiter. Die breiten Fluchtbalkone auf Vorder- und Rückseite des Hauses sind gleichzeitig Außenspielfläche. Noch fehlt die höher gelegene Terrasse hinter dem Haus. Und auch für die Spielflächen oben und unten am Hang müssen noch Erde bewegt, Terrassen eingeebnet, und die Flächen geschottert und gepflastert werden.
„Die Planer haben bewusst die Topographie des Geländes einbezogen“, sagt Wirfs. So blieb der Hang erhalten und mit ihm blieben auch die großen Bäume entlang der Straße An der Embsmühle als Sichtschutz stehen. Der Hang bildet eine gewachsene Grenze zwischen den beiden Außenspielflächen für Kita und Krippe.
Im großen zentralen Raum über dem Foyer treffen sich künftig die Vorschulkinder. Auch der große Bewegungsraum im Obergeschoss wird von allen Gruppen genutzt. Eine Schiene an der Decke hält bei Bedarf Kletterseil oder Schaukel. Auch für die Musikschule und ihre Rhythmische Früherziehung ist dort Platz.
Mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern war Wirfs schon zweimal auf der Baustelle, um Details für den Umzug zu besprechen. Sobald der Einzugstermin steht, dürfen die Kinder Kisten mit ihren Lieblingsspielsachen packen und sie selbst zur neuen Kita bringen – „entweder mit dem Bollerwagen oder mit dem Fahrzeug des Hausmeisters“, sagt Wirfs. Jedenfalls dürfen die Kinder diese Sachen später selbst auspacken. Der eigentliche Umzug ist für Ende Oktober oder Anfang November geplant. „Dafür nehmen wir unsere beiden pädagogischen Tage“, sagt Wirfs. Geplant ist dann montags eine Besichtigungstour mit den Kindern zur neuen Kita und ihren künftigen Gruppenräumen. Mittwochs wird gemeinsam gepackt. Donnerstags und freitags sind dann laut Wirfs alle Mitarbeiter beim Umzug dabei. Auch ein weiterer Elternabend ist geplant. Der vorige im Blauen Saal im Rathaus Vockenhausen sei gut besucht gewesen, sagt Wirfs. Er weiß: „Die Eltern haben viele Fragen.“bpa
Kommentare