Eichenprozessionsspinner im Taunus

Gespinst des Eichenprozessionsspinners. Weder Nester noch Raupen sollten berührt werden, da die feinen Härchen allergien auslösen können.Foto: Forstamt Königstein/HessenForst

Der Eichenprozessionsspinner ist eine heimische Art und befällt seit einigen Jahren alle Eichenarten. Besonders betroffen sind freistehende, ältere Bäume am Waldrand, vermehrt werden aber auch Eichen an Rad- und Wanderwegen von den Raupen des Spinners heimgesucht.

Die wärmeliebenden Insekten können sich bei steigenden Temperaturen leicht ausbreiten. Auch in Eppstein ist der Nachtfalter, der ursprünglich aus wärmeren Regionen Mitteleuropas stammt, heimisch. So wurden auch schon Spielplätze wegen des Eichenprozessionsspinners gesperrt.

Zu erkennen sind die mit Raupen und Larvenhäuten gefüllten Gespinstnester am Stamm und in Astgabelungen. Die Raupenhaare stellen bei Körperkontakt eine akute gesundheitliche Gefährdung für Menschen dar. Es handelt sich um sehr feine Brennhaare, welche leicht brechen und deshalb auch im Unterholz und Bodenbewuchs vorhanden sind.

Zu den Symptomen gehören lokale Hautausschläge, die sich in punktuellen Hautrötungen, leichten Schwellungen, starkem Juckreiz und Brennen äußern. Reizungen an Mund und Nasenschleimhaut durch Einatmen der Haare können zu Bronchitis, schmerzhaftem Husten und Asthma führen. Begleitend treten Allgemeinsymptome wie Schwindel, Fieber, Müdigkeit und Bindehautentzündung auf. In Einzelfällen neigen überempfindliche Personen zu allergischen Schockreaktionen.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forstamtes Königstein stellen Schilder an bekannten Befallsflächen auf, die auf die Gefahr hinweisen und informieren, dass das Betreten dieser Bereiche auf eigene Gefahr erfolgt. Spaziergänger sollen auf den Hauptwegen bleiben und die Gespinste keinesfalls berühren. Falls es trotz Vorsichtsmaßnahmen zu einem Kontakt gekommen ist, rät das Forstamt den Körper samt Haare zu duschen. Betroffene Kleidung muss gewechselt und gesondert gewaschen werden. Bei Auftreten von allergischen Symptomen soll ein Arzt oder Hautarzt aufgesucht werden.

Nester sollen an das Forstamt Königstein (ForstamtKoenigstein[at]Forst.Hessen[dot]de) gemeldet werden, besonders an Spielplätzen, Bänken und Parkplätzen im Wald.

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