Die Stadt sei froh, dass sie eine Aufteilung der Arbeiten auf zwei Jahre erreicht habe mit arbeitsfreien Phasen dazwischen. „Trotzdem werden die nächsten Wochen hart“, räumte Simon ein – und beschwichtigte besorgte Fragen zur geplanten Einbahnlösung: Die Schilder stehen noch nicht an ihrem Platz direkt an der Talkirche. Die Zufahrten zu Unter- und Hintergasse am Wernerplatz, ebenso wie Gottfried- und Wernerplatz sind während der Bauphase von beiden Seiten der Burgstraße erreichbar.
Über die Umleitungen hätten sich Stadt und Hessenmobil, so Simon, „lange Gedanken gemacht“. Unbequem seien sie für alle Eppsteiner, wirklich problematisch aber für die Geschäftsleute. Er appellierte deshalb erneut an alle Kunden, sich solidarisch zu zeigen und auch Umwege auf sich zu nehmen: Von Bremthal oder Niederjosbach aus über Langenhain und Lorsbach und von Vockenhausen und Ehlhalten aus über Schloßborn, Ruppertshain und Fischbach, um auf die östliche Seite von Eppstein zu gelangen.
Die Fahrpläne für die Schulbusse in den letzten zehn Schultagen vor den Ferien seien umgeschrieben, so dass alle 139 Kinder und Jugendliche, die Fischbacher oder Königsteiner Schulen besuchen, rechtzeitig dorthin gelangen. Auch die Maßnahme selbst wurde intensiv diskutiert. So setzt sich der ADFC dafür ein, dass auch künftig ein Schutzstreifen für Radfahrer auf der Fahrbahn markiert wird. Simon wies darauf hin, dass dafür die Straßenverkehrsbehörde des MTK zuständig sei.
Eine Ampel anstelle des Blitzers wurde von einigen Ortsbeiratsmitgliedern problematisch gesehen: Das sei eindeutig ein Rückschritt, monierte Stefan Krüger von den Grünen. Er regte an, dass Hessen Mobil die geplante Fußgängerampel technisch so ausrüstet, dass sie auf Rot schaltet, sobald ein herannahendes Auto zu schnell fährt. Dies wolle man mit Hessen Mobil besprechen, sicherte Simon zu.
Als eine der ersten Maßnahmen stehe der Brückenabriss an. Sie werde in vier Teile getrennt abtranpsortiert. Aufwändig sei vor allem der massive Brückenpfeiler. Danach wird die Straße samt Gehwegen erneuert. Simon wies darauf hin, dass der Fußweg von der Hintergasse über die B455 zum Bahnhof während der gesamten Bauzeit gesperrt ist.
Außerdem bietet die Stadt zusammen mit dem Gewerbeverein IHH während der Bauphasen bis November eine wöchentliche digitale Baustellen-Sprechstunde für Bürger und Unternehmen an, beginnend am Freitag, 19. Juni (s. Seite 3).bpa

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