Autorin Julia Kröhn präsentiert Herzensprojekte

Julia Kröhn las aus „Die Alster-Schule“.

Am vergangenen Freitag machte Bestsellerautorin Julia Kröhn den Auftakt bei der Leseland-Hessen-Reihe „5 Autoren – 5 Bücher“ in Eppstein – diesmal allerdings nicht wie sonst an 5 verschiedenen Orten. Nach einem Jahr coronabedingter Pause durfte die Veranstaltungsreihe wieder stattfinden.

Organisiert wird sie gemeinsam von Stadt und Kulturkreis. Für den Einlass gelten die 3G-Regeln, die Stühle im Katholischen Gemeindezentrum St. Michael in Niederjosbach wurden auf Abstand gestellt.

Um Punkt 19.30 Uhr eröffnete Christine Zabel als Vertreterin des Kulturkreises die Veranstaltung und verkündete die frohe Botschaft: „Es geht endlich wieder los mit unseren Lesungen“. Auch die Autorin freute sich über diesen ersten Termin und gab bei der Begrüßung zu, dass sie sich als Schriftstellerin in dem vergangenen Jahr wie im Elfenbeinturm gefühlt habe. Mitgebracht hatte Julia Kröhn, gebürtige Österreicherin und wohnhaft seit über 20 Jahren in der Nähe von Frankfurt, an diesem Abend ihre zwei Romane „Die Alsterschule – Zeit des Wandels“ und „Die Alsterschule – Zeit des Widerstandes“. Sie las insgesamt vier Passagen aus dem ersten Band, der Anfang der 1930er Jahre spielt.

Im Mittelpunkt des Buches steht die junge Lehrerin Felicitas, deren Reformpädagogik von der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahr 1933 jäh gestoppt wird. Kröhn, die studierte Historikerin ist und als Kind zweier Gymnasiallehrer aufwuchs, verriet, dass diese Bücher ihr absolutes Herzensprojekt seien, da sie selbst eine tiefe Liebe zum Thema Bildung empfinde.

Außerdem konnte sie über viele persönliche Erfahrungen in diesen Werken schreiben, da sie zunächst auch Lehramt studierte. Zwischen den einzelnen Lesepassagen vermittelte die Autorin historische Informationen über das frühere Schulwesen, die für manchen der Zuhörer absolutes Neuland waren. Dabei betonte die Autorin, dass sie für ihre Bücher sehr viel recherchiert habe. So verwendete sie zum Beispiel Zitate aus Reden zur Reform des Schulwesens. Auch historische Persönlichkeiten wie Erna Stahl, die bekannte Reformpädagogin, die zum Umfeld der Weißen Rose Hamburg zählte, wird zum Leben erweckt und trifft auf Lehrerin Felicitas.

Nach einer guten Stunde endete die Lesung und das interessierte Publikum stellte der Autorin noch viele Fragen. Zum Teil wurden auch Erfahrungen und Erinnerungen an die eigene Schulzeit ausgetauscht. Aufgrund des Corona-Konzeptes fand keine Pause statt und es durften auch keine Speisen und Getränke gereicht werden. Den Büchertisch stellte die Buchhandlung Sommer aus Niedernhausen.

Die nächsten zwei Lesungen finden am Freitag, 8. Oktober, um 19.30 Uhr und am Sonntag, 10. Oktober, um 17 Uhr jeweils im Eppsteiner Bürgerhaus in der Rossertstraße 21 statt – siehe unten. sr

Kommentare

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und um automatisierten Spam vorzubeugen.
3 + 1 =
Lösen Sie diese einfache mathematische Aufgabe und geben das Ergebnis ein. z.B. Geben Sie für 1+3 eine 4 ein.


X