„Solange wir noch viele sind“

In einer feierlichen Prozession zogen Eppsteins Katholiken an Fronleichnam durch Vockenhausen.Fotos: privat

In einer feierlichen Prozession zogen Eppsteins Katholiken an Fronleichnam durch Vockenhausen.Fotos: privat

„Flagge zeigen“ lautete das Motto der Fronleichnamsprozession und des Gottesdienstes, der dieses Jahr für alle Eppsteiner Kirchorte in der St. Jakobus-Kirche in Vockenhausen gefeiert wurde.

Gemeint war damit die Hostie, für Katholiken das allerheiligste Sakrament, das unter einem schützenden Baldachin auf die Straße getragen und als Zeichen der Hoffnung präsentiert wurde. Pfarrvikar Sven Merten nahm die Gottesdienstbesucher der gut gefüllten Jakobuskirche mit auf den Prozessionsweg, vorneweg liefen die Kinder und streuten Blumen.

Eine Station hatten Mitglieder des Ortsausschusses vor einem Haus im Buchenweg aufgebaut, ein weiteres Bild aus farbigem Sand war vor dem Altar in der Kirche gestaltet worden. Durch den Gottesdienst begleiteten der langjährige Organist Thomas Ickstadt und der evangelischen Posaunenchor Eppstein-Hofheim, dessen Teilnahme ist eine langjährige Tradition der Eppsteiner Katholiken mit der Talkirchengemeinde.

Nach Prozession, Abschlussgottesdienst und dem feierlichen apostolischen Segen, zu dem sich auch die Kinder aus dem Kinderwortgottesdienst hinzugesellten, lud Mertens die Gottesdienstbesucher zum Sommerfest im katholischen Pfarrheim im Untergeschoss der katholischen Kita ein. Dagmar Hirtz-Weiser vom Pfarrgemeinderat St. Elisabeth freute sich über den großen Zuspruch aus allen Eppsteiner Kirchorten, aber auch aus einigen Hofheimer Gemeinden.

Auch beim anschließenden Fest füllte sich das Pfarrheim schnell und die Kuchen- und Buffetspenden aus Bremthal, Ehlhalten, Niederjosbach, Eppstein und Vockenhausen fanden guten Absatz.

Das Thema Immobilienstrategie und der geplante Verkauf der St. Jakobus-Kirche waren an diesem Tag kein Thema. Das werde ohnehin nicht einfach und länger dauern, wagte Hirtz-Weiser eine Prognose: Das Gebäude steht unter Denkmalschutz, Parkplätze für eine gewerbliche Nutzung stehen kaum zur Verfügung. „Solange wir noch so viele sind wie jetzt und Menschen finden, die sich engagieren, können wir die Kirche gut nutzen und haben auch immer noch unser Pfarrheim“, sagte sie. Die Pläne seien gedacht für die Zeit, „wenn wir weniger Katholiken sind und weniger Geld haben“.bpa

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