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Berufsfindungstag: Das Praktikum öffnet viele Türen

Schüler und Referenten des Berufsfindungstages, vorne rechts Organisator Martin Pritsch von der Eppsteiner Bürgerstiftung.Foto: Simone Pawlitzky

Jedes Jahr stellen sich Jugendliche die Frage, welcher Beruf wohl der richtige sei.

Anregungen und Tipps zur Berufswahl erhalten Freiherr-vom-Stein-Schüler beim Berufsfindungstag der Eppsteiner Bürgerstiftung.

Vor zwölf Jahren hatte Rudolf Mäusle die Idee zu dieser Veranstaltung, die er seitdem jedes Jahr in den Räumen der Sparkassenakademie für die Abschlussklassen der Gesamtschule organisiert. Seine Kontakte will der ehemalige Geschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Frankfurt auch weiterhin für den Berufsfindungstag nutzen, erklärte er, übergab aber die Organisation Anfang des Jahres an seinen Nachfolger Martin Pritsch.

„An der Struktur der Veranstaltung haben wir nichts geändert“, erklärte Pritsch. Die Veranstaltung sei gut eingespielt, außerdem wolle er sie in Mäusles Sinne fortsetzen, sagte der 51-jährige Informatiker, der seit einem Jahr Mitglied der Bürgerstiftung ist und gleich für den Beirat geworben wurde. Die Familie wohnt seit 2002 in Bremthal, den Kontakt zur Bürgerstiftung knüpfte Pritsch, als er sich 2016 um einen Bürgerstein am Bahnhof mit dem Namen der vier Familienmitglieder bewarb. Er habe nicht lang überlegen müssen, den Berufsfindungstag zu übernehmen, sagt der zweifache Vater, dessen zwei Kinder die Freiherr-vom-Stein-Schule besuchen. Sein Sohn nahm vor einem Jahr am Berufsfindungstag teil, seine Tochter ist im nächsten Jahr soweit.

„Auch die Firmen waren sofort wieder bereit beim Berufsfindungstag mitzumachen“, berichtete Pritsch weiter. Nach einer kurzen Begrüßungsrunde mit Michael Zaenker, dem Leiter der Sparkassenakademie, stellten Florian Richterich von der Industrie- und Handelskammer, Markus Noll von Handwerkskammer und Kreishandwerkerschaft sowie Michael Kinder von der Agentur für Arbeit ihre Aufgaben vor.

Rund 135 Schülerinnen und Schüler aus allen drei Schulzweigen hörten den Beiträgen der Ausbilder aus den Bereichen Banken und Sparkassen, Einzelhandel, Industrie und von Eppsteiner Unternehmen aufmerksam zu. Joachim Schäfer, Fachbereichsleiter für Verwaltungssteuerung und Kultur der Stadt Eppstein, berichtete, dass derzeit zwei Jugendliche in der Verwaltung ausgebildet werden. „Die nächsten Verwaltungsfachangestellten können wir wahrscheinlich im Jahr 2020 ausbilden“, fuhr er fort. Ein Praktikum im Kindergarten sei eigentlich immer möglich. Jahrespraktikanten blieben oftmals dabei und würden erfolgreich als Fachkräfte in den Kitas eingesetzt.

In drei Gruppen wurden die Schülerinnen und Schüler für die weiteren Gespräche eingeteilt, in denen die Ausbilder und Auszubildenden viele Tipps rund um die Bewerbung gaben. Nicht nur das gepflegte Äußere sei wichtig, sondern auch der ersten Eindruck, den Bewerbungsunterlagen vermitteln. „Da war es einfach wichtig, dass die Schüler einmal von Ausbildern hören, dass Bewerbungen mit Eselsohren durchfallen“, erklärte Martin Pritsch nach einem Gespräch in der Expertenrunde. Auch Zusatzqualifikationen gehörten in die Bewerbung beispielsweise eine zweite Fremdsprache, die zu Hause gesprochen werde.

Die Auszubildenden erzählten von ihrem Alltag in der Taunussparkasse, im dm-Drogerie-Markt oder als Industriekauffrau und Industriemechaniker bei Rothenberger Werkzeuge in Kelkheim. Merlin Kussauer erzählte von seiner Ausbildung im fünf Sterne Hotel Falkenstein Grand Kempinski und gab interessierten Realschülern mit auf den Weg, „habt keine Angst vor den fünf Sternen.“ Es seien immer wieder Praktikanten zum Probearbeiten da, die später einen Ausbildungsplatz bekämen.

Ein Praktikum halten alle Ausbilder für sinnvoll und sei es nur ein Ferienpraktikum. Es biete die Chance, ein Unternehmen kennenzulernen, wertvolle Erfahrungen zu sammeln und vielleicht eine Lehrstelle zu bekommen.

Die Frage eines Realschülers, ob man sich schon für einen Ausbildungsplatz für 2020 bewerben könne, bejahten Harald Biersack, Leiter der Aus- und Weiterbildung der Taunussparkasse sowie Larissa Dinca von der Provadis Ausbildungs-GmbH. „Euch stehen alle Wege offen“, gab sie den Realschülern mit auf den Weg. pw

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