Schulstart mit Blumen und Maskottchen

Die Erstklässler der Comenius-Schule nahmen aufmerksam an der Einschulung teil.Foto: Beate Schuchard-Palmert

Die Erstklässler der Comenius-Schule nahmen aufmerksam an der Einschulung teil.Foto: Beate Schuchard-Palmert

An allen drei Eppsteiner Schulen herrschte am Dienstag Hochspannung: Die neuen ersten Klassen hielten Einzug in Comenius- und Burg-Schule, der neue fünfte Jahrgang in die Freiherr-vom-Stein-Schule.

Die älteren Schüler und Elternvertreter legten sich ins Zeug, damit die Einschulung für die Neuen unvergesslich wurde. Mit dem Einschulungslied der Minimusiker „Ich nehm dich an die Hand“ begrüßten die Viertklässler in der Comenius-Halle ihre neuen Mitschüler.

Die Großen begleiten die Neuankömmlinge in den kommenden Monaten als Paten, bis sie den Schulalltag kennen. Für Ende des Schuljahres stellte Schulleiterin Ines Völler eine Zirkus-Woche in Aussicht, eine besondere Aktion, wie sie die Schule alle vier Jahre organisiert. Völler und Stellvertreterin Astrid Smith stellten den 67 Erstklässlern die Klassenmaskottchen vor, drei niedliche Stofftiere für die drei neuen Klassen: Esel, Möwe und Fledermaus zeichnen alle drei, so Völler, ganz besondere Eigenschaften aus, die auch in der Schule wichtig seien. In diesem Sinne wünschte sie den Erstklässlern: „Ein bisschen stur muss man sein, wie ein Esel, damit man nicht sofort aufgibt, wenn etwas nicht gleich funktioniert und es nochmal probiert.“

Während die drei Klassen ihren Lehrerinnen in ihre ersten Unterrichtsstunden folgten, luden die Eltern der Zweitklässler die neuen Eltern ans Buffet mit Sandwiches, belegten Brötchen, Kuchen und Muffins.

Diese Tradition wird auch an der Burg-Schule gepflegt, wo dieses Jahr mit 66 Jungen und Mädchen, ebenfalls drei Klassen eingeschult wurden. Der Flötenchor spielte zur Begrüßung der neuen Mitschüler. Die zweiten Klassen hatten einen Klatschtanz und ein Mini-Theaterstück über „die Geschichte des Löwen, der nicht schreiben konnte“ einstudiert.

Bei sonnigem, aber nicht allzu heißem Wetter genossen die Kinder das traditionelle Blumenspalier, zu dem sich alle älteren Schülerinnen und Schüler auf dem Schulgelände aufstellten, um die neuen Kinder zu begrüßen.

Schulleiter Clemens Remsperger berichtete, dass die Grundschulbetreuung bereits in ihr provisorisches neues Gebäude umgezogen ist: Der Kreis als Schulträger übernahm den ehemaligen Container-Kindergarten am Eppenhainer Weg für die Schulbetreuung bis der geplante Erweiterungsbau anstelle des alten Pavillons fertig ist.

Aktuell sucht der Förderverein einen neuen Vorstand: Die bisherigen Vorsitzenden haben mit dem Schulwechsel ihrer Kinder ihr Amt abgegeben. Ein neues Projekt hat der Elternbeirat angestoßen: Er schlägt vor, dass sich die Burg-Schule der Initiative „Erst smart. dann phone – Der Elternpakt“ anschließt, die rund um das Thema Kinder und Internet informiert, Eltern darin bestärkt, wenn ihr Kind kein Handy bekommen soll, und im Idealfall für einen freiwilligen kollektiven Handyverzicht an Grundschulen eintritt. Eine Umfrage beim ersten Elternabend habe gezeigt, dass viele Eltern unsicher sind und sich oft an anderen – meist ebenso unsicheren Eltern – orientieren. Die Initiative, so Remsperger, biete dazu Informationen, Schulungen und Programme an.

Einen großen fünften Jahrgang begrüßte die Freiherr-vom-Stein-Schule am Dienstag: 18 Kinder in der neuen Hauptschulklasse, 56 Jungen und Mädchen in zwei Realschul- und 60 in zwei Gymnasialklassen – insgesamt 134 neue Schülerinnen und Schüler. Wäre es nach dem Wunsch der Eltern gegangen, wäre der Jahrgang noch größer: „So schwer es uns auch fiel: Zum ersten Mal, soweit ich weiß, haben wir Kinder abweisen müssen“, bedauerte Rektorin Doris Sprung. Auch Eppsteiner Kinder seien darunter. Betroffen seien vor allem Schüler fürs Gymnasium. „Unsere Kapazitäten hätten ausgereicht. Wir haben drei Gymnasial-Klassen beim Schulamt beantragt“, sagte Sprung, darunter auch eine Klasse für den bilingualen Unterricht. Da in anderen Schulen im Schulbezirk noch Plätze frei waren, wurde der Antrag abgelehnt und die bilingualen Schüler und Schülerinnen auf die beiden Klassen aufgeteilt.

Die neuen Klassen wurden am Dienstag herzlich begrüßt. Die sechsten Klassen tanzten und sangen und hatten Quizfragen vorbereitet, bei denen die Fünftklässler ihr Wissen über die neue Schule zeigen konnten. Die beiden Zehntklässlerinnen Ida und Marie führten souverän durch das Programm.

Einnahmen aus Kaffee- und Kuchenverkauf fließen in das Budget der Schule, so Sprung, mit dem Bäume für die Aufforstung im Stadtwald gekauft werden. Die Leiterin des Cafeteria-Teams, Ulrike Jäger, nutzte die Gelegenheit, neue Helfer zu werben. Dank der ehrenamtlichen Arbeit würden gesunde Pausensnacks zu erschwinglichen Preisen angeboten. Auch Großeltern seien willkommen. Infos gibt es unter caftafvss[at]gmx[dot]de oder im Sekretariat der Schule. bpa

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