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Mit Maskottchen ins Schulleben

Aufgeregt warteten die Jungen und Mädchen darauf, ihre neue Klasse kennenzulernen. Foto: bpa

 

Eine Schultüte mit einem Drachen und ein wuchtiger Burgturm, der besonders viel Inhalt versprach, waren nur zwei der phantasievoll gestalteten Schultüten, die die künftigen Erstklässler der Comenius-Schule am Dienstagmorgen an sich drückten.

57 Jungen und Mädchen drängten sich auf den vorderen Bänken in der gut gefüllten Comenius-Halle und warteten gespannt darauf, ihre neuen Lehrerinnen kennenzulernen.

Zuvor führten die vierten Klassen das noch im alten Schuljahr einstudierte Musical „Die Buchstabenpiraten“ auf. Die Neulinge lauschten den Liedern übers Piratenleben, landeten mit ihnen auf einer einsamen Insel, wo sie vier gestrandeten Insulanerinnen entdeckten und eine schwere Buchstaben-Schatzkiste hoben. Auf ihrer weiten Rückreise lernten die Piraten die Buchstaben kennen und sogar lesen. Dank der neuen, für Piraten ungewöhnlichen Kenntnisse verdienten sie sich am Ende sogar einen echten Schatz.

Schulleiterin Ines Völler dankte den Viertklässlern und begrüßte die neuen Schüler samt Eltern, Geschwistern und Großeltern, bevor die Kinder den drei Klassenlehrerinnen mit den drei Maskottchen zugeteilt wurden: Die Stofftiere Fuchs Fridolin, Maus Mucki und Schildkröte Max begleiteten die Jungen und Mädchen in ihr erstes Schuljahr.

Vor der Turnhalle wartete die Piratenschar auf die Neulinge und stand Spalier, um die Kinder zu ihren Klassenräumen zu entlassen.

„Diesen Brauch haben wir uns von der Burg-Schule abgeschaut“, verriet Schulleiterin Völler, nachdem sie als Letzte durchs Spalier gelaufen war. Dafür hat die Burg-Schule in Alt-Eppstein von der benachbarten Grundschule in Bremthal das Laufprojekt übernommen, mit dem es der Comenius-Schule seit einigen Jahren gelingt, dass stattliche 75 Prozent ihrer Schülerinnen und Schüler zu Fuß zum Unterricht kommen.

Auch in der Burg-Schule sei das Laufprojekt erfolgreich, sagte Schulleiter Clemens Remsperger, der am Dienstag 54 Jungen und Mädchen in den drei neuen ersten Klassen begrüßte. Die Klassen mit den meisten Fußgängern werden gegen Ende des Schuljahres prämiert. Trotzdem könnten, laut Remsperger, noch viel mehr Kinder zur Schule laufen als bisher. „Das richtige Verhalten im Verkehr müssen Kinder von klein auf üben“, rät er den Eltern.

124 neue Schülerinnen und Schüler nahm die Freiherr-vom-Stein-Schule am Dienstag auf. Die neuen Fünftklässler kamen in drei Gymnasial- und zwei Realschulklassen. In der Aula gestalteten die sechsten Klassen das Begrüßungsprogramm: Sie sangen bekannte Pop-Songs und führten das Theaterstück „Die Monster sind los“ auf.

Schule appelliert: Kinder sollen laufen

Am Ende stellte sich heraus, dass die Monster – im übertragenen Sinn die noch unübersichtliche neue Schule und die vielen älteren Schüler – gar nicht so schrecklich sind. Bei der Orientierung in der neuen Umgebung hilft der Steine-Planer als Hausaufgaben- und Infoheft. Auch die „Digitalen Helfer“ stellten sich vor, ältere Schüler, die bei Problemen mit den sozialen Netzwerken weiterhelfen.

Auch der Schulweg sei ein wichtiges Übungsfeld, um sich an Regeln zu gewöhnen und ein Freiraum für soziales Lernen, beispielsweise auf dem gemeinsamen Schulweg mit Klassenkameraden, betonte Burg-Schulleiter Remsperger. Die Lehrer und auch der Main-Taunus-Kreis als Schulträger appellieren deshalb an die Eltern, Schüler, die am Ort wohnen, zu Fuß zur Schule zu schicken. Immer wieder verursachen Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen, gefährliche Situationen, wenn sie beispielsweise mitten auf der Straße halten, Halteverbote missachten oder ihre Sprösslinge sogar auf der Straßenseite aussteigen lassen.

Erschwerend komme hinzu, so Remsperger, dass am 2. September auch die neue Kindertagesstätte des DRK am Eppenhainer Weg unterhalb des Schulzentrums eröffnet wird und insbesondere am Morgen zusätzlicher Verkehr zu erwarten sei. Remsperger weist darauf hin, dass sich der markierte Elternlandeplatz vor der Gesamtschule Auf dem Bienroth bewährt habe. Dort könnten die Kinder die Straße sicher auf dem Zebrastreifen überqueren und dann allein zur Burg-Schule gehen. bpa

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