Rettungseinsatz am Staufen – Behinderung durch Ausflügler

Feuerwehr und Notarzt beim Einsatz auf dem Staufen.Foto: Feuerwehr

Die Feuerwehr Eppstein wurde am Nachmittag des Pfingstmontags alarmiert, um den Rettungsdienst zu unterstützen. Eine Frau war etwa 800 Meter oberhalb des Kaisertempels zusammengebrochen.

Die Rettungskräfte hatten Feuerwehr samt Spezialausrüstung angefordert, denn zunächst war der genaue Unfallort nicht bekannt. Deshalb rückte die Feuerwehr mit zehn Helfern und zwei Fahrzeugen mit Spezialausrüstung aus, unter anderem mit einer Trage, mit der Verletzte notfalls auch abgeseilt werden können.

Auf dem Weg zum Kaisertempel wurden die beiden Einsatzfahrzeuge mehrfach von Radfahrern geschnitten, blockiert und beschimpft. Feuerwehrsprecher Geza Grün weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es für die Lkw-Motoren des Löschfahrzeugs eine enorme Kraftanstrengung sei, am Berg und im Schritttempo anzufahren. In diesem Fall kamen sie am Montag trotzdem noch rechtzeitig, um die Frau zu retten. Schließlich wurde die Frau auf der Pritsche eines Pickups eines Feuerwehrmannes zum Rettungswagen gebracht, der sie in eine Klinik transportierte.

Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Sven Steinmetz meinte nach dem Einsatz in Eppstein „In der Gimbacher Straße wird die Anfahrt immer wieder durch geparkte Fahrzeuge erschwert. Das Verhalten einiger Radfahrer macht fassungslos.“

So wurden die Rettungskräfte auch von einer Frau beschuldigt, dass sie zu lange gebraucht hätten. Sie war offensichtlich vorher an einer anderen Einsatzstelle auf der Kelkheimer Seite des Staufens als Ersthelferin tätig geworden. Dort waren tatsächlich nahezu gleichzeitig die Kelkheimer Kollegen zu einem verunglückten Radfahrer gerufen worden. Anscheinend kam für ihn die Hilfe zu spät. Der Radfahrern soll am Unfallort gestorben sein.

Die Feuerwehr appelliert deshalb, Fahrzeuge so abzustellen, dass Rettungsdienst und Feuerwehr vorbei kommen. Dazu ist eine Breite von drei Metern notwendig. bpa

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