Neue Ladestation mit neuem Partner

Klimaschutzmanagerin Julia Schomburg ist für das Konzept zuständig, Marin Bobas vom Bauamt für die technische Umsetzung. Foto: Beate Schuchard-Palmert

Klimaschutzmanagerin Julia Schomburg ist für das Konzept zuständig, Marin Bobas vom Bauamt für die technische Umsetzung. Foto: Beate Schuchard-Palmert

Ladestationen für Elektroautos gibt es in der Burgstadt bislang an sieben Standorten in Eppstein, Bremthal und Vockenhausen. Der Anteil von Elektro-Autos in Eppstein liegt mit 3,8 Prozent im hessischen Vergleich leicht über dem Durchschnitt.

De facto waren jedoch vor einem Jahr von knapp 8700 in Eppstein zugelassenen Fahrzeugen gerade mal 332 Elektrofahrzeuge.

Beides, Ladestationen und Elektroautos, sollen nach dem Willen von Bürgermeister Alexander Simon zahlenmäßig zulegen. Unterstützt wird er darin von Klimaschutzmanagerin Julia Schomburg, die den Bau öffentlicher Ladestationen in den Stadtteilen als Maßnahme im Klimaschutzkonzept auflistet, und von einem neuen Partner, der Firma Wirelane, der in Eppstein weitere Ladestationen installieren will.

Im November ging am neuen Parkplatz An der Embsmühle die erste Ladestation von Wirelane ans Netz, die siebte in ganz Eppstein. Optisch sieht sie aus wie ein überdimensioniertes Handy und lässt sich übers Display intuitiv bedienen: Über einen QR-Code gelangen Kunden auf die Service-Seite, können aber auch mit Kreditkarten, über Online-Bezahlsysteme oder die ID-Karte des Fahrzeuges bezahlen, so Simon. An der sogenannten Schnellladestation mit 50 Kilowatt können gleichzeitig zwei Fahrzeuge aufgeladen werden. Schon 70mal sei die Station in knapp zwei Monaten genutzt worden. Das sei eine sehr gute erste Zwischenbilanz, zog Wirelane-Außendienstmitarbeiter Lukas Grebener Bilanz.

Für die Stadt habe die Zusammenarbeit mit dem deutschlandweit agierenden Partner aus München den Vorteil, führte Simon aus, dass Wirelane die komplette Installation bis hin zur Absprache über die Anschlussleistung mit dem Netzbetreiber übernimmt und auch die kompletten Kosten trägt. Koordiniert wurde das Projekt von Bauamtsmitarbeiter Marin Bobas. Beide lobten die reibungslose Zusammenarbeit. Für Wirelane, das nach eigenem Bekunden vor allem im Raum Frankfurt und bis nach Koblenz Ladestationen baut, liege Eppstein verkehrsgünstig, sagte Grebener. Das Unternehmen baue keine Ladeparks, sondern sei an einer flächendeckenden Infrastruktur interessiert: „Dort, wo das Laden im eigenen Haus nicht möglich ist“, so Grebener. In den nächsten drei bis vier Jahren sollen deshalb mindestens drei weitere Ladestationen in Eppstein installiert werden. Die Standorte würden genau geprüft. Manchmal seien Schnellladestationen sinnvoll, bei denen Elektroautos innerhalb von 1,5 Stunden komplett voll geladen werden können, an anderen Standorten seien langsame Stationen mit 22 Kw sinnvoller, weil ohnehin mit einem längeren Aufenthalt zu rechnen sei. Dort dauert ein vollständiger Ladevorgang bis zu sechs Stunden.

Eine flächendeckende öffentliche Lade-In­frastruktur sei für die Verkehrswende notwendig, sagte Simon. 2011 wurden in Eppstein die ersten beiden Ladepunkte installiert. Seit 2019 stieg der Ausbau kontinuierlich um zwei Ladepunkte pro Jahr. Zwölf der 16 Ladepunkte an sieben Stationen sind Normalladeeinrichtungen, vier sogenannte Schnellladepunkte mit bis zu 150 kw.bpa

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