Kerbeburschen halten Abstand

Den Schlachtruf der Kerbeburschen ließ sich Kerbevadder Lucas Ernst (vorn) nicht verbieten.

Auch wenn in diesem Jahr aufgrund der Coronapandemie die Bremthaler Kerb ausfallen musste, hat es sich die Kerbegesellschaft (KG) Amor nicht nehmen lassen, ihren selbstgekelterten Apfelwein, das „Bären-Stöffchen“, zu verkaufen.

„Der Verkauf lief gut, wir hatten einige Vorbestellungen, die wir gegen einen kleinen Aufpreis zu den Kunden geliefert, oder vom Hof in der Bornstraße aus direkt an die Interessenten verteilt haben. Am Anfang kamen viele, danach gingen vereinzelte Bestellungen ein, was es leichter machte, die Abstandsregeln einzuhalten“, so Christian Simon, Vorsitzender der KG Amor. Die geltenden Hygieneregeln wurden auch in der Bornstraße beachtet und umgesetzt – eine Bankreihe in der Mitte des Hofs trennte den Ein- und Ausgang, verkauft wurde nur mit Mundschutz und alles fand draußen an der frischen Luft statt.

Wie die Kerbegesellschaft Amor nach der Verkaufsaktion mitteilte, wurden rund 800 Liter verkauft – zwar rund 200 Liter weniger als im Vorjahr, so Simon, dennoch eine ordentliche Menge. Es gab 5-Liter-Boxen sowie 10 Liter-Kartons. Der Erlös aus dem Verkauf wird zum Großteil an die Schausteller der ausgefallenen Kerb gespendet. „Sonst haben wir an ihnen durch die Standgebühr verdient, in diesem Jahr unterstützen wir sie – ein Geben und Nehmen, so wie es sein sollte!“, erklärte der Vorsitzende zufrieden.

„Gestern sind wir zumindest mit einer Gruppe Kerbeburschen durch den Ort gezogen und haben Fahne schwenkend ein bisschen Kerbestimmung verbreitet“, so Simon weiter.

Ortsvorsteher Guido Ernst freute sich über das Wetter: „Hätten wir heute regulär gefeiert, hätten wir top Wetter gehabt – aber so konnten wir uns draußen treffen.“ Das Wetter lockte auch einige Radfahrer an, so kamen auch Stefanie Linicus und ihr Mann aus Bremthal mit dem Fahrrad vorbei, um sich einen kleinen Vorrat an Apfelwein zu beschaffen. „Ich finde die Aktion wirklich toll und freue mich jetzt einfach auf den Wein!“, so die sportliche Bremthalerin.

Schon am Freitag trafen sich die Kerbeburschen im kleinen Kreis zum Musikhören und Apfelwein trinken. Für das nächste Jahr zeigte sich die Amor optimistisch: „Die Apfelernte wird sicher gut, dann haben wir nächstes Jahr wieder ein hervorragendes Stöffchen – dann bestimmt wieder mit einer Kerb!“, lächelte Simon zuversichtlich.Text und Foto: js

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