Asiatische Hornisse in Eppstein

Vergleich Asiatische Hornisse (links) und Europäische Hornisse – Fotos: Gerhard Turznik/www.naturgucker.de und Ursula Spolders/www.naturgucker.de

Die Asiatische Hornisse (Vespa Velutina Nigrithorax, V.V.) ist nun auch in Eppstein angekommen. Bereits im Herbst, so Imker Robert Kresse aus Vockenhausen, wurden erste Exemplare entdeckt. Die Asiatische Hornisse wurde in der EU als invasive und damit zu bekämpfende Art eingestuft.

Das in Vockenhausen in einem Ahornbaum in etwa sechs Metern Höhe gesichtete Nest wurde bereits im Oktober fachgerecht und unter Tierschutzauflagen beseitigt. Im April ist jedoch durch überwinterte Königinnen, die schon vorher ausgeflogen waren, mit dem Auftreten von sogenannten „Primärnestern“ zu rechnen, die bis zu Fußballgröße in Bodennähe gebaut werden. Gefährlich können sie werden, wenn Hunde oder Kinder den Nestern zu nahe kommen. Später ziehen die Insekten dann in größere Sekundärnester von mindestens Basketballgröße in höhere Bäume und in den Wald um. Diese Sekundärnester, so Kresse, seien nur noch schwer zu finden und zu beseitigen.

Die dunkle, schwarz-rote Vespa velutina mit charakteristischen gelben Beinen verhält sich wie die etwas größere, streng geschützte Europäische Hornisse (Vespa Crabro, gelb-schwarz, braune Beine) und wird nur bei Annäherung an die Brutnester aggressiv. Die Sekundärnester können – anders als bei der Europäischen Hornisse mit 400 bis 700 Exemplaren – einige tausend Tiere beherbergen.

Die genauen Auswirkungen auf die heimische Tier- und Pflanzenwelt sei noch nicht abzusehen, sagt der NABU. Die asiatische Hornisse sei nicht zu verwechseln mit der in den USA eingewanderten „asiatischen Riesenhornisse“, die dort als „Honigbienenkillerin“ Schlagzeilen macht.

Das Gift der Asiatischen Hornisse entspricht üblichen Wespenstichen und ist somit nur für Allergiker gefährlich. In jedem Fall sollte eine Annäherung vermieden werden und jede Nestsichtung der Unteren Naturschutzbehörde des MTK zur Registrierung und fachgerechten Beseitigung gemeldet werden. Zu erreichen ist sie über das Meldeportal für Hessen: www.hlnug.de unter MTK-UNB.EZ

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