10 000 Kilometer für guten Zweck

Die rund 700 Freiherr-vom-Stein-Schüler drehten Runde um Runde beim Sponsorenlauf durch den Wald und legten insgesamt 10 000 Kilometer zurück. Foto: Beate Schuchard-Palmert

Nach vier Jahren organisierte die Freiherr-vom-Stein-Schule erstmals wieder ihren Sponsorenlauf. Über 700 Schülerinnen und Schüler gingen am Freitag an den Start. Gemeinsam legten Lehrer und Schüler auf der vorgegebenen Strecke im Wald oberhalb der Schule 10 000 Kilometer zurück.

In den vergangenen Wochen haben die Jugendlichen Sponsoren gesucht, die sie pro gelaufenen Kilometer mit einem vorher festgelegten Betrag unterstützen.

Drei Kilometer pro Runde waren zu bewältigen – „egal wie, Laufen, Walken oder Spazieren gehen, alles ist erlaubt, Hauptsache, sie legen mindestens drei Runden zu Fuß zurück, also mindestens neun Kilometer, und halten drei Stunden lang durch“, erläuterte Lehrer Christoph Meiser von der Sportfachschaft. Einige Jugendliche liefen sogar zehn Runden in der vorgegebenen Zeit. Streckenposten achteten darauf, dass keiner zwischendurch eine Abkürzung nahm.

Nach jeder Runde erhielten die Jungen und Mädchen einen Stempel auf ihrem Laufzettel und hatten die Gelegenheit, sich zu erfrischen. Der erste Schüler hatte schon nach rund 15 Minuten die erste Runde zurückgelegt. Helferinnen hatten frisches Obst aufgeschnitten und Bananen bereitgelegt. Auch Wasser reichten sie an die Läufer weiter, diesmal in kleinen Halbliterflaschen und nicht im Becher – eines der wenigen Zugeständnisse, um Corona-Infektionen zu vermeiden. Auf dem Weg zum Start und vor dem Startbogen mitten im Wald lachten, lärmten und drängten sich die Jugendlichen genauso wie beim letzten Lauf vor der Pandemie. Auch die drei Integrationsklassen mit zahlreichen aus der Ukraine geflüchteten Kindern, machten mit.

Ein Drittel des Sponsorengeldes fließt in die Klassenkassen – „damit die Jugendlichen auch einen persönlichen Ansporn haben, ihr Bestes zu geben“, sagte Meiser. Auch soziale Projekte werden unterstützt, denn das Motto des Sponsorenlaufs sei „Kinder laufen für Kinder“.

Beim Sponsorenlauf 2018 erliefen die Schüler rund 27 000 Euro. Das Ergebnis der aktuellen Veranstaltung werde erst in einigen Wochen vorliegen, sagte Schulleiter Christoph Krüger. Solange dauere es, bis alle Schüler das Geld bei ihren Sponsoren eingesammelt haben. Auch zwei Großsponsoren gibt es dank der Initiative einiger Eltern: Die Deutsche Bank hat einen Festbetrag zugesagt und Lions-Mitglied Frank Reber unterstützt die 25 teilnehmenden Lehrer mit einem Obolus pro Runde.

Ein Drittel des Geldes geht an die Fachschaft Sport, die den Lauf ausrichtet. „Damit, werden Skifreizeiten und Sportausflüge, beispielsweise zum Kletterpark, finanziert“, so Meiser. Von der Sportfachschaft stamme auch die Idee, den von ihrer ehemaligen Kollegin Claudia Papenhausen gegründeten Verein „Lernen dürfen“ zu unterstützen. So wird ein Drittel der Spenden für junge Menschen in Burkina Faso und das Bethanien Kinderdorf in Eltville verwendet. bpa

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