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SG Bremthal Ehrungen und Abschied von Michael Christian

Michael Christian und sein Nachfolger Robert Etmans.      Fotos: Beate Palmert-Adorff

Der scheidende Erste Vorsitzende Michael Christian hat zwar noch nicht die jubiläumsreifen 25 Jahre Mitgliedschaft bei der SG Bremthal erreicht, setzte sich aber in den vergangenen 23 Jahren besonders intensiv ein, das hob jedenfalls sein Nachfolger Robert Etmans in der Feierstunde am vergangenen Sonntag hervor. Eigentlich habe Christian 1996 nur seinen Sohn Philipp fürs Fußballtraining anmelden wollen,...

...doch ehe er sich’s versah, hatte ihn der damalige Vorsitzende Alfred Friedrich für die Jugendarbeit gewonnen. Eigentlich sei Fußball nicht so sein Ding, soll Christian damals gesagt haben, doch dann arbeitete er im Verein mit, zunächst als Betreuer, dann als Trainer und von 2005 bis 2010 als Jugendleiter, bis 2012 als Kassierer und war bis 2019 Erster Vorsitzender.

Unter seiner Leitung habe sich die Jugendabteilung gut entwickelt, er habe die Entwicklung der beiden ersten Mannschaften mit sämtlichen Höhen und Tiefen miterlebt und die Zusammenarbeit mit der Jugendabteilung des TuS Niederjosbach behutsam eingeleitet und neue Projekte begonnen. „Das war eine Riesenleistung“, lobte Etmans, der auch den Vorsitzenden des benachbarten TuS Niederjosbach, Heinz Brückner, zur Feier begrüßte. 

Der 58-jährige Christian betonte: „Unterm Strich behält man die schönen Momente im Gedächtnis“. Mit Ausdauer und „Durchhaltevermögen“ führte er die Gespräche mit der Stadt über den Austausch des Kunstrasenplatzes, der deutlich früher als beim Einbau angekündigt, verschlissen ist. Obwohl das Darlehen für den Kunstrasen über 20 Jahre zurück gezahlt werden sollte, habe der Verein den Kredit vorzeitig ablösen können, berichteten Christian und Etmans.

Für den neuen Kunstrasen gibt es zwei Optionen für die Füllung: Quarzsand oder Kork. Während die Stadt die weniger aufwändige Sandverfüllung bevorzugt, hält der Verein Kork für die nachhaltigere, wenn auch aufwändigere Variante. Kork muss, anders als Sand, gewässert werden. Dafür müssten die Zisterne und eine Wasserleitung erneuert werden, was zusätzliche Kosten verursacht. 

Finanziell stehe der Verein gut da, dafür werde es immer schwieriger, Trainer und Betreuer für die Mannschaften und Schiedsrichter zu akquirieren, waren sich Etmanns und Christian einig. Fußball fordere hohen persönlichen Einsatz: Zwei Abende pro Woche und die Spieltermine am Wochenende müssen Betreuer und Trainer den Mannschaften widmen. Dazu seien immer weniger Menschen bereit, führte Etmans aus. Der 68-jährige ehemalige Personalvorstand bei der Deutschen Bahn lobt deshalb die gute Zusammenarbeit mit dem TuS Niederjosbach, dem ehemaligen „Lieblingsfeind“, wie TuS-Chef Brückner beim Empfang scherzhaft auf die tradierte Rivalität der beiden Nachbarvereine anspielte. Etmans erhofft sich von der Kooperation in Jugendarbeit und Soma weitere Synergie-Effekte und wies auch auf andere erfolgreiche Sparten in der SG hin: Die Badminton-Abteilung wächst, dank hervorragender Jugendarbeit. Die Gymnastikabteilung würde gern mehr Kurse anbieten, hat aber nicht genügend Raumkapazitäten dafür. „Wir haben sogar schon daran gedacht, einen etwas größeren Mehrzweckraum auf dem Sportplatz-Gelände zu bauen, damit wir auch Trendsportarten anbieten können“, berichtete Etmans über Wünsche, die die Vereinsmitglieder in Workshops formuliert haben. So würde er gern Jugendarbeit attraktiver gestalten und E-Sports-Angebote im Clubhaus mit Fußballspielen auf dem Platz kombinieren oder eine Cheerleadertruppe für tanzbegeisterte Jugendliche gründen. 

Für 25 Jahre Mitgliedschaft ehrte Etmans Markus Bettenbühl, Armin Dollack, Siegfried Düben und Barbara Hrabal, für 40 Jahre Lothar Frankenbach und Antje Preusser, für 50 Jahre Berthold Brose, Burkhard Brose, Ingo Hinek, Jürgen Ickstadt, Karl-Heinz Ickstadt und Reiner Morgenstern. Nicht anwesend waren Margot Anthes, Isabel Fischer, Gabriele Fischer, Jerome Friboulet, Sabine Göb, Daniela Heller und Henni Rudolph (25 Jahre) Sieglinde Fritsch, Waltraud Schmitt und Christine Stecker (40 Jahre), Knut Feix, Christel Schmidt und Klaus Schulschenk (50 Jahre), Reinhard Ernst und Thilo Schulschenk (60 Jahre).    

Sigi Düben hält den Sportplatz der SG in Schuss

Sigi Düben ist die gute Seele auf dem Sportplatz der SG Bremthal und war neben seiner Tätigkeit als Jugendbetreuer und Jugendleiter von Anfang an für den Sportplatz zuständig. Ende der 1990er Jahre koordinierte er beim Bau des neuen Vereinsheims, das zum größten Teil in Eigenleistung errichtet wurde, die Arbeit der Vereinsmitglieder. Die Aufgabe habe ihm, der als Schlossermeister in der Arbeitsvorbereitung bei der damaligen Hoechst AG arbeitete, gelegen, räumt der 66-Jährige ein. 2001 wurde das neue Clubhaus eingeweiht. 

Düben hielt den roten Ascheplatz in Schuss und kümmerte sich seit dem Umbau auch um die Pflege des 2007 verlegten Kunstrasenplatzes. Kunstrasen sei trotz seiner Kurzlebigkeit immer noch die beste Wahl für einen Fußballplatz, ist Düben überzeugt: „Kunstrasen ist, anders als Ascheplatz oder Naturrasen, bei jedem Wetter bespielbar.“

Acht bis zehn Stunden pro Woche ist der Rentner mit der Pflege des Platzes und des Vereinshauses beschäftigt. Bei der Vereinsfeier gab’s eine Urkunde für 25-jährige Mitgliedschaft.    bpa

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