Nach einer schwachen Anfangsphase kämpften sich die EppLa-Mädels zurück ins Spiel.
Zahlreiche technische Fehler, Abstimmungsprobleme in der Abwehr und eine starke Rodgauer Torhüterin sorgten dafür, dass die Gastgeberinnen früh auf 6:2 davonzogen. Das Trainerteam der HSG EppLa sah sich schon nach zehn Minuten zur ersten Auszeit gezwungen. Nach einem weiteren 3:0-Lauf setzte sich Rodgau auf 9:3 ab und schien die Begegnung zu kontrollieren.
Doch die zweite Auszeit der HSG EppLa zeigte Wirkung. Im Angriff wurden Torchancen jetzt geduldiger ausgespielt, die Abwehr gewann an Stabilität und Torhüterin Sina hielt ihr Team mit mehreren Paraden im Spiel, so dass EppLa den Rückstand bis zum Seitenwechsel auf vier Tore verkürzen konnte.
Nach der Halbzeit kämpften sich die Gäste mit deutlich mehr Energie Tor um Tor heran. In der 38. Minute bot sich beim Stand von 13:12 erstmals die Chance zum Ausgleich. Aber dann setzte sich Rodgau wieder auf vier Tore ab. Die starke Torfrau der Gastgeberinnen verhinderte mehrfach den Anschlusstreffer der EppLa-Mädels.
Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung kämpfte sich EppLa erneut zurück. Als Nora in der 57. Minute einen Siebenmeter verwandelte und zum 22:22 ausglich, war die Partie wieder völlig offen und die Spannung in den Schlussminuten kaum zu überbieten.
Rodgau erzielte 30 Sekunden vor Schluss den Treffer zum 24:23 und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit. Trotz der Enttäuschung über die verpassten Punkte überwog bei der HSG EppLa nach dem Schlusspfiff der Stolz auf die Leistungssteigerung.
Weibliche B verspielt deutliche Führung
Trotz einer über weite Strecken überzeugenden Vorstellung musste sich die weibliche B-Jugend der HSG EppLa am Ende denkbar knapp mit 29:28 geschlagen geben.
Hellwach und konzentriert starteten die Mädels aus Eppstein und Langenhain in die Partie und erspielten sich bereits in der 16. Minute eine Sechs-Tore-Führung (6:12). Die Abwehr stand kompakt. Ballgewinne wurden konsequent genutzt und in schnelle Tore umgewandelt, sodass die Anzeigetafel bei Abpfiff der ersten Halbzeit eine verdiente 13:19-Führung für die Gäste anzeigte.
Auch nach dem Seitenwechsel schien zunächst alles für die HSG EppLa zu laufen. Der Vorsprung blieb stabil und beim Stand von 22:27 in der 46. Minute betrug der Abstand noch fünf Tore.
Doch in der Schlussphase gelang es den Gästen nicht mehr, an die starke Leistung der ersten Halbzeit anzuknüpfen. Im Angriff schlichen sich zunehmend Fehler ein, während die Gastgeberinnen immer mehr Selbstvertrauen gewannen und sich Tor um Tor herankämpften. Neun Minuten vor Spielende glichen sie zum 24:24 aus. Bis zum 28:28 in der 48. Minute hatten beide Teams noch die Chance auf den Sieg. Den entscheidenden Treffer erzielten die Gastgeberinnen sechs Sekunden vor Abpfiff.
Für die HSG EppLa bleibt nach einer starken ersten Halbzeit und einer lange kontrollierten Begegnung die bittere Erkenntnis, sich durch eine Schwächephase am Ende der Partie für eine insgesamt gute Leistung nicht belohnt zu haben. sr

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