Fußballerin Emilia Tischler in Hessenauswahl

Emilia Tischler (li.) mit ihrer Mutter Christina und Schwester Johanna. Foto: bpa

Die zwölfjährige Emilia Tischler kommt aus einer sportlichen Familie. Großvater Michael Sittig war Handballer beim TV Sindlingen, wo schon Mutter Christina Volleyball spielte.

Die jüngere Schwester Johanna (9) spielt Volleyball, Basketball, Badminton und am liebsten Handball bei der TSG Eppstein, wo auch Emilia bis Ostern aktiv war – bis zu ihrem raketenhaften Aufstieg in die Hessenauswahl der Jugendfußballerinnen.

Vor einem Jahr nahm sie an einem Mädchencamp der Eintracht Frankfurt teil und lernte dort eine Trainerin des SV Fischbach kennen, wo sie seitdem in der D-Jugend trainierte und in die Regionalauswahl kam. Bei einem Sichtungsturnier für junge Fußballtalente Anfang Juli in der Sportschule in Grünberg wurde Emilia von Talentscouts des Hessischen Fußballverbands entdeckt und in die Hessische Regionalauswahl berufen. Nach den Ferien beginnt die Trainingssaison für die neuen U14-Teams der Landesauswahl. Außerdem spielt Emilia mit ihrem Team vom SV Fischbach in der Hessenliga.

Mutter Christina weiß, dass künftig auch Fahrten zu Spielen in ganz Hessen bevorstehen. Zum Glück wohnen außer der eigenen die Familie des Onkels und die Großeltern im Drei-Etagenhaus in der Waldallee. „Mein Mann und ich haben hier 2005 gebaut“, erzählt Christina Tischler und dann zog nach und nach die Großfamilie ein.

Emilias großes Vorbild ist Eintracht-Spieler Filip Kostic. Er ist genau wie sie ein „Linksfüßer“ und spielt Linksaußen. Ihr größter Wunsch sei deshalb, den Eintracht-Spieler und serbischen Nationalspieler persönlich kennenzulernen.

Fürs Handballspiel sei sie zu klein, sagt die zierliche Emilia, aber im Fußball komme ihr ihre Größe von 151 Zentimeter zu gute. „Sie ist schnell und wendig und hat eine gute Ballübersicht“, sagt Mutter Christina. Das ist offensichtlich auch den Talentscouts aufgefallen.

In ihrer Klasse in der Bischof-Neumann-Schule in Königstein ist sie das einzige Mädchen, das Fußball spielt, dafür spielen einige andere Mädchen aus Eppstein ebenfalls bei der weiblichen D-, demnächst C-Jugend des SV Fischbach. „Wir sind ein cooles Team“, sagt sie über ihre Mannschaft in Fischbach. Am Fußballspielen mag sie den taktischen Spielaufbau. Auf der Außenlinie muss sie Tore vorbereiten – „und schießen“, sagt sie – und immer das ganze Spielfeld im Blick haben. Dafür gab sie das Leichtathletiktraining und das Handballspielen bei der TSG auf. Spätestens seit dem Aufstieg in die Hessen-Auswahl bliebe ohnehin keine Zeit mehr dafür.

Wenn sie keine Hausaufgaben machen muss und nicht trainiert, liest sie gern: Am liebsten die griechischen Sagen und Geschichten über historische Persönlichkeiten. Fußball-Übertragungen im Fernsehen stehen natürlich auch ganz oben auf der Liste ihrer bevorzugten Beschäftigungen. Die Spiele der Frauen-Europameisterschaft hat sie bis zum Finale verfolgt. Die knappe Niederlage der DFB-Elf am Sonntagabend nahm sie sportlich und feierte am Montag auf dem Frankfurter Römer die Rückkehr der Vize-Europameisterinnen mit Tausenden anderen Fans. bpa

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