Deutsche Meisterschaft: Bronze für Steinfurth

Konstantin Steinfurth beim Hammerwurf.

Foto: J. Priedemuth (HLV-Homepage)

Vergangenes Wochenende fanden in Braunschweig die Deutschen Meisterschaft der Leichtathleten statt.

Mit dabei war der Eppsteiner Hammerwerfer Konstantin Steinfurth, der sich am Samstag nach spannendem Wettkampf im Braunschweiger Eintracht-Stadion mit einem 63,86-Meter-Wurf den sensationellen dritten Platz im Hammerwurf vor dem unmittelbaren Konkurrenten Christoph Gleixner (Platz 4) von der LG Eintracht Frankfurt sicherte. Der 23-jährige Hammerwerfer nahm schon zum zweiten Mal an den Deutschen Meisterschaften der Aktiven teil. 2019 freute sich der junge Eppsteiner über einen achten Platz. Zwei Jahre später wollte er es erneut wissen.

Leichtathletik DM mit Hindernissen

Trotz der Pandemie konnte der Eppsteiner Leistungssportler ohne große Einschränkungen trainieren. Auch die Wettkampfvorbereitungen in den Wochen vor dem Turnier verliefen reibungslos. Etwas anders als sonst verlief die direkte Vorbereitung am Samstagvormittag. Es gab viele Zutrittsbeschränkungen ins Braunschweiger Eintracht-Stadion, auch die Sportler mussten einen PCR- und Schnelltest vorweisen. Auch unüblich waren die fast leeren Ränge im Stadion. Aber zumindest die Corona-Helfer des DLV sowie die Trainer waren als Zuschauer geladen. So waren ein paar Zuschauer da und die wenigen sorgten im Stadion, das auf Akustik ausgelegt ist, doch für Stimmung. Um 13.45 Uhr begann das Hammerwerfen der Männer.

Konstantin hatte sich als Ziel für den Wettkampftag gesetzt, möglichst nah an die persönliche Bestleistung von 65,18 Meter zu kommen. Im ersten Wurf landete Konstantin mit 61,49 Meter einen souveränen Versuch. Dennoch war noch deutlich Luft nach oben.

Ein Problem an diesem Wettkampftag war der mobile Käfig. Zweimal verfing sich ein Hammer im Netz und es dauerte lange bis das Netz herunter gelassen wurde. Hinzu kam ein Defekt am Käfig. Er musste zwischendurch repariert werden, weshalb es zu längeren Pausen zwischen den Würfen kam. Nach dem dritten Versuch war klar, dass Konstantin mit Platz 6 in den Endkampf einzog. Dann der entscheidende Wurf im fünften Versuch. 63,86 Meter und Platz 3. Doch die Konkurrenz von der LG Eintracht Frankfurt blieb nur knapp 60 Zentimeter hinter Steinfurth. So hieß es im sechsten Versuch noch einmal alles geben, doch der wurde nicht gewertet. Christoph Gleixner (Platz 4) konnte im letzten Versuch nicht mehr aufholen und so ging die Bronzemedaille nach Eppstein.

Konstantin: „Ich bin super glücklich mit der Leistung. Die Weite war sicher ausbaufähig, aber bei diesem Wettkampfablauf ist man überhaupt nicht richtig in den Wettkampf gekommen.“

Durch die ständigen Unterbrechungen fiel es den Sportlern schwer, die Spannung und Konzentration über den gesamten Wettkampf aufrecht zu erhalten. Dennoch lief es am Ende für den Eppsteiner sehr gut mit der Platzierung. „Ich konnte mich die ersten zwei Stunden nach dem Wettkampf überhaupt nicht richtig freuen, weil ich es gar nicht begreifen konnte“, so Konstantin. Doch als Konstantin die Ereignisse des Wettkampftages schließlich realisierte, war die Freude groß. Mit dieser Platzierung hatte der Hammerwerfer nicht gerechnet. Zudem konnte sich bisher noch kein Eppsteiner so gut bei einer Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft positionieren. Gefeiert wurde sein großer Erfolg bislang nur im engsten Familienkreis.

Doch was steht nach der Deutschen Meisterschaft bei dem starken Hammerwerfer an? Leider macht das Knie dem Athleten Probleme. Deswegen lässt er sich nun erst einmal durchchecken. Die Gesundheit geht vor. Dann will er gemeinsam mit seinem Trainerteam über die nächsten Schritte beraten.

Denn Konstantin ist überzeugt: Ohne seinen Trainer und Vater Klaus Steinfurth wäre er nicht so weit gekommen. Besonders da Klaus immer wieder viel Geduld mit seinem Schützling zeigte und sich tief in die Materie einarbeitete.

Krafttrainer Martin Zawieja ist ein weiterer Motor von Konstantins Erfolg. Er arbeitet mit Konstantin seit Sommer 2020 zusammen und hat ihn im Krafttraining sehr gut vorangebracht. Rückhalt, so Konstantin, finde er auch bei seiner Freundin und seiner Familie, die ihn immer motiviert hätten. EZ

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