Zehn Jahre für eine Straße und 14 Häuser

Letzter Feinschliff In den Amtmannswiesen – der Straßenbelag wurde nun endgültig fertiggestellt. Foto: Stadt Eppstein

Die Stadtverordnetenversammlung hatte in ihrer Sitzung im Juni 2014 den Bebauungsplan „In den Amtmannswiesen“ zwischen dem Schwarzbach und dem Friedhof in Eppstein beschlossen. Seit Anfang 2012 war der Bebauungsplan erarbeitet worden.

Politisch wurde das Gebiet kontrovers diskutiert.

Die SPD stimmte damals gegen den Neubau der Straße mit sieben Doppelhäusern und warnte vor den Folgen der Versiegelung von Retentionsflächen an Bächen und Flüssen, wegen der Auswirkungen nicht nur in Eppstein, sondern auch am Unterlauf. Der Appell, dass sich die Fraktionen im Klimaschutzkonzept der Stadt für den Schutz des Einzugsgebietes des Schwarzbachs einsetzen wollten, war vergeblich. Die Bebauung des Gebiets In den Amtmannswiesen war erst möglich geworden, nachdem das Land die Richtlinien für Hochwassergebiete neu festgelegt und die Hochwasserlinie für ein 100-jähriges Hochwasserereignis gesenkt hatte.

Bürgermeister Alexander Simon, gleichzeitig Planungsdezernent, ist dennoch überzeugt, dass die Entscheidung richtig war und sagte jetzt: „Die damals geäußerten Befürchtungen waren unbegründet“.

Bei der Neuordnung des Gebiets entstanden 14 zwischen 285 und 372 Quadratmeter große Grundstücke. Davon liegen zwölf in der neuen Straße und zwei an der Straße In den Amtmannswiesen. Erschließungsträger war die St. Johannes-Gemeinde in Fischbach. Bis 2017 wurden neue Ver- und Entsorgungsleitungen sowie eine Baustraße angelegt. Als Name für die neue Straße wurde „Am Schwarzbach“ ausgewählt. Seit 2017 wurden die Häuser gebaut. Die Planer verzichteten allerdings auf eine Unterkellerung der Gebäude. Im vorigen Jahr waren sie fertig, so dass die neue Straße ausgebaut werden konnte. Ende April wurden an zwei Tagen die Tragschicht und die Deckschicht eingebaut. Simon dankte den Bewohnern, auch in den Nachbarstraßen, die in den Bauphasen mit Beeinträchtigungen leben mussten. „Von der Idee über die politischen Beratungen und den Bau bis hin zum Straßenausbau als Finale hat die Verwirklichung dieses kleinen Baugebiets zehn Jahre gedauert,“ zieht der Bürgermeister Bilanz. EZ

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