Wertminderung für Häuser an der Embsmühle befürchtet

Auf einem Grundstückszwickel, unmittelbar neben dem Sportplatz Embsmühle, will die Stadt einen vierzügigen neuen Kindergarten mit einer Kinderkrippe errichten. Foto: EZ-Archiv

Die Kritik an den Neubauplänen der Stadt An der Embsmühle nimmt Fahrt auf.

In einer Anzeige in der Eppsteiner Zeitung formulierten die Anwohner jüngst eine gemeinsame Kritik an den Kommunikationsformen der Stadt, nun wenden sich einige Anwohner in einem offenen Brief an den Bürgermeister und die Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung gegen die geplante Bebauung.

Sie fordern, den Bebauungsplanentwurf ersatzlos zu streichen und nach geeigneten Alternativen für den Kindergartenneubau zu suchen. Stattdessen solle die Stadt den Sportplatz in den Originalzustand versetzen, „so dass er wieder voll von Sportlern und Bürgern genutzt werden kann“, heißt es in dem Brief.

Die Anwohner weisen auf die Bedeutung des Platzes als „besonders erhaltenswerte Grünfläche“ im Regionalen Flächennutzungsplan hin und seine Bedeutung für die Frischluftzufuhr im Tal und argumentieren außerdem mit der sehr schmalen Zufahrtsstraße An der Embsmühle, die zudem in einer Sackgasse ende. Sie befürchten, Kindergarten und vorgestellte Gesamtbebauung des Sportplatz-Areals würden die kleine Straße unverhältnismäßig stark belasten und sprechen von rund 1000 zusätzlichen Fahrzeugbewegungen pro Werktag.

Auch Einsätze der Feuerwehr könnten durch die enge Straßenführung behindert werden, kritisieren die Autoren und malen ein Schreckensszenario mit Kollisionen, Behinderungen bis hin zur Vollsperrung, wenn es zu einem Feuerwehreinsatz komme.

Sie fordern, dass diese Problematik in einem aussagefähigen Gutachten untersucht werden müsse, das auch die extreme Mehrbelastung und die Gefahr einer vollständigen Blockierung der Embsmühle durch Fahrzeuge neutral beurteile.

Auch die Frage des Hochwasserschutzes und des Regenwasserablaufs beschäftigt die Anwohner. So stehe der gesamte Sportplatz bei Starkregen unter Wasser, das nur sehr langsam versickere. Ob die Kanalisation für das zusätzliche Regenwasser ausreiche bezweifeln die Anwohner ebenfalls.

Als letztes Argument gegen Kindergarten und Wohnbebauung führen die Briefeschreiber an, dass das Eigentum der Anwohner dadurch im Wert stark gemindert werde. bpa

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