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Unterstützung bei Wohnungsproblemen ausgeweitet

Der Main-Taunus-Kreis sucht einen neuen Weg, um Sozialleistungsempfängern mit Wohnproblemen zu unterstützen und sucht dafür Kooperationspartner. Wie Kreisbeigeordneter Johannes Baron mitteilt, sollen sie bei drohender Obdachlosigkeit oder anderen Notsituationen helfen. „Wir wollen mit diesem Angebot einen Beitrag zur Selbsthilfe leisten“, fasst Baron zusammen.

Deshalb schreibt er karitative Träger im Kreis an, um ihnen das neue Programm vorzustellen. Baron schätzt die Zahl möglicher Kunden für die unterschiedlichen Angebote auf mehrere hundert.

Das Programm sei vorgesehen für Menschen, die Leistungen nach den Sozialgesetzbüchern II und XII beziehen, also unter anderem Grundsicherung für Arbeitssuchende und Sozialhilfe.

Der Kreis hofft, damit Menschen zu erreichen, denen Obdachlosigkeit droht, die bereits eine Räumungsklage haben, bei denen ein solcher Schritt bevorsteht, es gravierende Probleme in der gemieteten Wohnung gibt oder die zum Beispiel nach dem Auszug aus einer Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber erstmals eine Wohnung mieten.

Die Betroffenen erhalten Gutscheine, mit denen sie bei den Vertragsorganisationen Beratungs- und Vermittlungsangebote nutzen können. Die Vertragspartner helfen bei der Wohnungssuche oder kontaktieren den Vermieter, um Probleme zu klären. Dafür erhalten die Organisationen Geld vom Kreis.

Bis Ende 2019 vermittelte die Ökumenische Wohnhilfe Wohnraum und bot Beratungsgespräche an; sie hat sich aber zum Jahresbeginn aufgelöst. Jetzt versucht der Kreis, die Förderung auf eine neue Grundlage zu stellen. Karitative Organisationen können in den kommenden Monaten mit dem Kreis unterschiedliche Vertragspakete mit Leistungsangeboten abschließen. Der Kreis wiederum gibt den Bedürftigen eine Liste mit Organisationen, die genau für ihren Bedarf zuständig sind. So gebe es Träger, die besonders auf die Bedürfnisse von Behinderten zugeschnitten sind; sie wären dann auch die geeigneten Organisationen, um Menschen mit Behinderung bei der Suche nach Wohnraum zu helfen.

Die Träger seien weder für juristische Unterstützung noch für Geldzahlungen zuständig, stellt Baron klar. Für rechtlichen Beistand müssten sich die Betroffenen an das Amtsgericht oder die Mieterschutzvereine wenden.

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