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Studie angehender Stadtplaner für Rathaus-Neubau in Arbeit

Im zweiten Quartal sollen die Konzepte angehender Stadtplaner für den Rathaus-Umbau in Vockenhausen vorliegen. Foto: bpa

Die Debatte um die Zukunft des Vockenhäuser Rathauses und der Ortsmitte dauert schon einige Jahre an. Die Stadt ließ bereits mehrere Gutachten über den Zustand des 1975 aus Betonwänden errichteten Gebäudes erstellen.

Ein Gutachten von 2013 kam zum Schluss, dass eine Sanierung trotz erheblicher Schäden am Gebäude möglich sei. Ein weiteres Gutachten vom Herbst 2017 geht davon aus, dass Sanierung und Erweiterungsbau für die Zusammenführung der beiden Rathausstandorte genauso teuer würden wie ein neues Rathaus und empfiehlt deshalb Abriss und Neubau am Standort Vockenhausen.

Schon 2013 stand fest, dass die Heizung erneuert, das Flachdach grundlegend saniert und Korrosionsschäden an der Konstruktion behoben werden müssten. Der Brandschutz ist auch nicht auf dem neuesten Stand. Inzwischen muss auch die Telefonanlage samt Leitungen ausgetauscht werden. Barrierefreie Zugänge seien kaum zu realisieren. Fazit des Gutachtens von 2017: Eine Sanierung ist möglich, aber wegen der zahlreichen Mängel nicht sinnvoll.

Die Mehrheit des Stadtparlaments folgte der Empfehlung des zweiten Gutachtens und sprach sich für Abriss und Neubau im Rahmen eines Gesamtkonzepts für die rund 8000 Quadratmeter große Fläche aus. Die FWG plädiert jedoch für eine Sanierung und Erweiterung des bestehenden Gebäudes und fragte deshalb in der vorigen Stadtverordnetenversammlung nach dem Stand der jüngsten Machbarkeitsstudie für die Ortsmitte Vockenhausen.

Im vorigen Jahr sollten Baureferendare eines anderen Bundeslandes im Rahmen ihrer Abschlussprüfungen Rathaus und Ortsmitte neu gestalten. Eppstein hatte sich beim Land Hessen mit dem Projekt Ortsmitte beworben und wurde ausgewählt. Die FWG fragt nun nach den Ergebnissen. Laut Bürgermeister Alexander Simon liegen die Abschlussarbeiten vor. Die angehenden Stadtplaner hatten so Simon einen breiten Auftrag und umfangreiche Anforderungen samt städtebaulicher Aspekte zu bedenken. Sie werden der Stadt jedoch erst nach Abschluss der Prüfungen zur Verfügung gestellt. Im April stehen noch die mündlichen Prüfungen an, danach muss die Widerspruchsfrist abgewartet werden.

Eine Vorabpräsentation sei abgelehnt worden mit dem Hinweis, dass die Prüfer nicht beeinflusst werden sollten. Das sei nachvollziehbar, sagte Simon und betonte: „Dafür haben wir dann nicht nur eine Studie, sondern gleich mehrere und dies kostenfrei!“

Die Ergebnisse darf die Stadt nutzen und werde sie auch den Gremien vorstellen, versicherte Simon. Der Magistrat geht davon aus, dass es im zweiten Quartal soweit ist. Dann fließen die daraus gewonnenen Erkenntnisse und Ideen vermutlich in eine neue Machbarkeitsstudie ein. Bis zu 50 000 Euro stellt die Stadt dafür im Haushalt bereit. Selbst wenn sie zügig in Auftrag gegeben wird, dürfte sie nicht vor Ende des Jahres auf dem Tisch liegen.

Die Baureferendare sollten in ihre Arbeiten die Vorgaben der städtischen Gremien einfließen lassen: Zusammenführung der beiden Rathausstandorte, Berücksichtigung der Interessen der örtlichen Vereine, Schaffung von Stellplätzen, barrierefreiem Wohnraum und Platz für Kultur und wenn möglich, auch attraktiven Flächen für Einzelhandel oder Dienstleistung.

Die neue Bebauung sollte möglichst in einzelnen Abschnitten zu verwirklichen sein. Dazu sollten die Referendare Detailskizzen und einen Bebauungsplanentwurf anfertigen.bpa

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