Stadt hofft auf Landesmittel für die Altstadt

Initiativen und Ideen für die Altstadt gab es in den vergangenen Jahren immer wieder. Die Stadt will bei ihrer Bewerbung für das Innenstadt-Programm darauf zurückgreifen. Folie/Luftaufnahme: Stadt Eppstein

Die Stadt Eppstein bewirbt sich für das von der Hessischen Landesregierung neu aufgelegte Innenstadt-Programm. Bürgermeister Alexander Simon sprach in der vergangenen Woche bereits mit dem Magistrat und hat sich auch schon mit Eppsteins Ortsvorsteherin Eva Waitzendorfer-Braun beraten.

Das Programm passe „wie angegossen“ auf Eppstein, heißt es aus dem Rathaus. Das Land Hessen stellt für die Umsetzung eines Maßnahmenpaketes Fördermittel zur Verfügung und beteiligt sich an der Umsetzung mit bis zu 90 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben für Maßnahmen ab 5000 Euro. Dabei können die Kommunen die Fördermittel auch an Dritte weiterleiten. Pro Kommune können so bis zu 250 000 Euro Landesmittel für Maßnahmen bereitgestellt werden. Außerdem lobt das Land drei Gewinner eines Kommunalpreises aus, die darüber hinaus bis zu 1 Million Euro als anteilige Finanzierung erhalten.

„Es hat bereits vielfältige Initiativen für unsere Altstadt gegeben“, so Bürgermeister Alexander Simon. Diese möchte er für neue Projekte einbinden und erinnert dabei an Altstadt-Initiativen wie „Eppstein lebt“ oder die Bemühungen und Aktionen des Eppsteiner Gewerbevereins Industrie Handel Handwerk (IHH). So gebe es auch schon Ideen für konkrete Projekte: Gemeinsam mit IHH-Chef Markus Rösmann habe die Stadt über das Aufstellen neuer, wetterfester Schirme für Wernerplatz, Wochenmarkt oder Burghof beraten. „Wir rechnen allein dafür mit Kosten in sechsstelliger Höhe“, sagt der Rathauschef und könnte sich vorstellen, dass das ein förderfähiges Projekt wäre.

Er könne sich auch vorstellen, dass Projekte, wie die „Stadtdenkerei“, die Urbanistin Turit Fröbe im vorigen Jahr anregte, um die Bürger in einer Art Denkwerkstatt bei der Stadtentwicklung einzubinden, gefördert werden könnten. „Aber wir wären auch dankbar für kleine Summen, etwa für neue Pflanzkübel“, führt Simon aus.

Fördermittel des Landes für kreative und nachhaltige Ideen

Das neue Förderprogramm der Landesregierung heißt „Zukunft Innenstadt“ und wird vom Hessischen Wirtschaftsministerium bereitgestellt. Die erste Förderrunde, für die insgesamt 12,25 Millionen Euro bereitstehen, von denen bis zu 250 000 Euro an eine Kommune ausgezahlt werden können, startete bereits Ende Mai 2021 und richtet sich an alle hessischen Kommunen. „Rechtzeitig werden wir unser Interesse offiziell bekunden“, so Simon weiter.

Eine Portion Glück gehöre schon dazu, denn alle 422 Hessischen Städte und Gemeinden könnten sich bewerben. Ziel des neuen Landesprogramms ist es, die Kommunen dabei zu unterstützen, zusammen mit den Akteuren vor Ort kreative und nachhaltige Lösungsansätze zu entwickeln, um ihre Innenstädte neu zu denken und zu gestalten.

„Unsere Altstadt ist eine Perle. Jetzt besteht eine gute Chance, sie aufzupolieren,“ ist der Bürgermeister überzeugt. „Die Bürger haben bereits spannende Ideen entwickelt, mit dem Förderprogramm ist eine Umsetzung zum Greifen nahe“. bpa

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