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Der Rohbau wächst, Markteröffnung jedoch erst im Frühjahr

Alexander Stiel (3.v.li.) zeigt Mandatsträgern wie der neue Edeka-Markt aussehen soll. Foto: bpa

Außen- und Zwischenwände des neuen Edeka-Marktes an der Staufenstraße stehen. Als vor wenigen Tagen die bis zu 32 Meter langen und 22 Tonnen schweren Spannbetonträger gebracht wurden, musste sogar zeitweise der Verkehr auf der Bundesstraße gesperrt werden.

Ein 500-Tonnen-Kran hievte die 14 Träger an ihren Platz über der großen Halle des künftigen Marktes. Sie überspannen die 1500 Quadratmeter große Verkaufsfläche.

Im Inneren des Gebäudes sind schon Kühl- und Lagerräume abgeteilt. Ebenso die künftigen Personal- und Büroräume im Zwischengeschoss. Der Kassenraum ist speziell gesichert mit einer besonders starken Bodenplatte und Betondecke. Tiefe Rinnen in der Bodenplatte für Kühlmittelschläuche zeigen, wo später Kühltheken eingebaut werden. Jeweils ein separater Kühlraum für Fleisch und Fisch ließ die Magistratsmitglieder aufhorchen: „Dass es eine Fischtheke gibt, war die wichtigste Frage für meine Frau und meine Tochter“, sagte beispielsweise Stadtrat Horst Winterer zu Edeka-Gebietsleiter Alexander Stiel, der in der vorigen Woche Mitglieder von Ortsbeirat, Maigstrat und Stadtverordnetenversammlung über die Baustelle führte.

Bis Dezember will die Baufirma Harsch aus dem Raum Karlsruhe den Bau fertigstellen.Danach übernimmt Edeka den Innenausbau: Rund sechs Wochen dauert es laut Alexander Stiel, bis Regale, Kühlräume und Lager für rund 15 000 Produkte eingebaut sind. Edeka übergibt den Markt an einen selbstständigen Kaufmann. Der künftige Betreiber Dirk Baßler arbeitet noch in einem Edeka-Markt im Taunus, sucht aber schon Mitarbeiter für den neuen Markt.

Rund 50 Vollzeit- und Teilzeitkräfte werden für den reibungslosen Ablauf benötigt, sagt Stiel. Ihm sei bekannt, so Stiel, dass der Nah- und Gut-Laden in der Altstadt schließt und mit ihm die Postfiliale. Ein Postschalter sei bisher nicht vorgesehen, Verhandlungen mit der Post seien eine Angelegenheit des neuen Betreibers.

Die Gesamtkosten beziffert Alexander Stiel auf fast 6 Millionen Euro. Im Frühjahr lag die Kalkulation noch bei rund 4 Millionen Euro. Die voraussichtliche Fertigstellung war für Ende des Jahres vorgesehen. Jetzt wird es wohl Frühjahr werden.

Schwierigkeiten bereitet der Baufirma der Fischbach, der sich seit dem Abbruch der alten Ölmühle ausdehnt wie schon seit Jahrhunderten nicht mehr und seitdem in regelmäßigen Abständen über die Ufer tritt. Erst in der vorigen Woche überschwemmte er die frisch ausgehobene Baugrube für die Stützwand, mit der der Fischbach wieder eingehaust wird. Auf dem Gelände neben dem Fischbach entsteht eine Freifläche für 78 Parkplätze und den Lieferverkehr. Um die aufgefüllte Fläche des Parkplatzes zu stützen, muss die Mauer tief im Boden gegründet werden.

Der Baugrund machte Polier Mario Scheffert auch bei den Arbeiten fürs Fundament zu schaffen: Feuchter und zum Teil aufgeschütteter Boden waren nicht tragfähig. Deshalb mussten die Handwerker bis zu vier Meter tief graben, bevor sie auf gewachsenen Felsen trafen, und für die sogenannte Pfahlgründung Magerbeton auffüllten. Das Gebäude selbst ist ganz traditionell mit Porotonziegeln gemauert. Laut Scheffert sei diese Bauweise qualitativ besser als die mit Fertigbetonmauern. Außerdem seien Fertigteile nicht so flexibel. Denn einige Mauern liegen nicht im rechten Winkel, um das Gebäude möglichst optimal dem Gelände anzupassen. bpa

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Kommentare

Edeka-Markt ist städtebaulich eine Note 5

Was sich die Kommune da leistet, ist eine Schande....Direkt an der Ortseinfahrt einen solch hässlichen Kasten zu akzeptieren, zeugt nicht von städtebaulichem Weitblick....Die Anlieger tun mir leid, ihre Immobilien und Grunstücke werden abgewertet, der Ausblick ist verbaut und die Verkehrssituation wird noch etliche Probleme nach sich ziehen....bleibt zu hoffen, dass der Steuerzahler nicht für die Ampellösungen zahlen muss, die bislang nicht bedacht wurden....an Kreisel ist ja nicht zu denken, solange Hessen-mobil das Sagen hat – deren Affinität zu Ampelanlagen freut nur die Fa. Siemens und ist eurpoaweit ziemlich einmalig dämlich.... Dass der Mutterkonzern in Bezug auf die Postfiliale auf den "privaten" Betreiber verweist, heißt schlichtweg – es wird dort keine geben – und unsere Stadtplaner haben nicht mal dieses kleine, aber bedeutsame Detail mitverhandelt.... Die Auswirkungen auf den Bäcker und Feinkostladen in Alt-Eppstein kann sich jeder selbst ausrechnen.... In Bezug auf Nachhaltigkeit wird auch dieser Markt dazu beitragen, dass Bauern noch mehr ausgebeutet werden und das Preisdikat der " Großen " uns noch Staunen lassen wird, wenn es keine Konkurrenz mehr gibt und die Preise untern den 4 Riesenanbietern " abgestimmt " werden.... Mal gespannt wie das Preisniveau sein wird – der Verweis auf den Königsteiner Edekamarkt lässt Schlimmes erahnen – die Preise, die dort aufgerufen werden, möchte ich nicht bezahlen.....so manch vermeintlicher Befürworter wird sich noch die Augen reiben..... Armes Eppstein....auch hier wurden die Bürger erst gefragt, nachdem Ortsbeirat und Parlament schon zugestimmt haben.... kein gutes Beispiel für gelebte Demokratie in unserer Stadt und für gezielte Stadtplanung !

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