Home | Politik und Wirtschaft

Parkplätze noch bis Juli gesperrt

An drei Stellen müssen Eppsteiner Felshänge gesichert werden.Foto: Stadt

Seit Monaten sind Parkplätze unterhalb der Felsen in Höhe der Burgauffahrt und am Parkplatz Altstadt West an der B 455 gesperrt. Jetzt hat der Magistrat der Stadt in seiner jüngsten Sitzung den Auftrag für die Arbeiten zur Sicherung der Felsen und Abhänge vergeben.

Außer den Felsen in Höhe der Stanniolfabrik und des ehemaligen Busbahnhofs wird auch der Felsen hinter dem Feuerwehrhaus in der Rossertstraße saniert. Zuletzt habe die Stadt Fels- und Gesteinsbrocken liegenlassen, „damit augenfällig wird, warum wir gezwungen waren, die Parkplätze zu sperren“, sagt Bürgermeister Alexander Simon. Inzwischen sind die Felsen untersucht und ein Maßnahmenpaket vorgelegt worden. Ein Nachtragshaushalt musste aufgestellt werden, damit die notwendigen Hangsicherungsarbeiten durchgeführt werden können.

Eingeplant sind Ausgaben in Höhe von 650 000 Euro. „Nach der Auftragserteilung können wir davon ausgehen, dass dieser Kostenrahmen nicht voll ausgeschöpft werden wird“, so der Bürgermeister. Die Gesamtkosten für die drei Maßnahmen werden laut Angebot nun auf etwa 500 000 Euro geschätzt.

Zur Sicherung der Felsen und des Gesteins werden Stangen wie überdimensionale Dübel in das Gestein gebohrt. Diese Rückverankerung sichert die Struktur der Felsen. Ergänzend wird ein Netz gespannt. Die gleiche Maßnahme hatte die Stadt am Felsen am Stadtbahnhof durchführen müssen. Auch das Land Hessen hat vor einiger Zeit Felsen entlang der B 455 Richtung Bremthal und Fischbach gesichert.

Die Arbeiten werden voraussichtlich Mitte April beginnen. Während der Arbeiten wird der gesamte Parkplatz Altstadt West an der B 455 gesperrt. Auch wird es am Parkplatz am Rathaus II zeitweise zu Einschränkungen kommen. Die Burgstraße muss im östlichen Bereich in Höhe der Auffahrt zur Burg zeitweise gesperrt werden. Bis Juli sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. EZ

Eigene Bewertung: Keine Durchschnitt: 5 (1 Bewertung)

Kommentare

Felssicherung - Mit Kanonen auf Spatzen geschossen

Man gönnt sich ja sonst nichts.....könnte man in Eppstein meinen, sieht man den Nachtragshaushalt zur Felssicherung von Eppsteins Hängen.
Vor allem fragt sich der Beobachter, ob damit der " Steinschlag" ausgeschlossen werden kann und die Kommune angesichts hoher Verschuldung und vielfältiger Aufgaben diese halbe Million nicht besser in andere Projekte investiert hätte.....
Die Anwohner am Busbahnhof waren geschockt, dass man ihnen den Sicht-und Lärmschutz zur B455 nahm. Optisch sehen die Hänge nun eher bescheiden aus. Besucher, die nach Eppstein kommen, wundern sich immer über den Eifer an falscher Stelle und die mißratene Optik , die zurückbleibt... Immerhin hat die Maßnahme dem ortsansässigen Rodungs-Unternehmen einige Tage gut bezahlter Arbeit bescherte....Die Pflanzen und Wurzeln haben bislang verhindert, dass zuviel den Hang runterrollte. Jetzt gibt es nichts mehr, was die Steine aufhällt....
Ich frage mich was Kommunen im Gebirge machen, die echte Steilhänge haben und ob wir uns heutzutage als Gesellschaft die Sanierung jedes beliebigen Hanges leisten können.

Neueste Kommentare

Hochzeitskulisse wird zur ständigen Heimat
18 Stunden 3 Minuten
Auf Postkarten durchs historische Eppstein …
18 Stunden 6 Minuten
Pulse of Europe: Wie eine neue Bewegung entsteht
1 Woche 5 Tage
Kinderfreundliches Deutschland?
1 Woche 6 Tage
Parkplätze noch bis Juli gesperrt
2 Wochen 1 Tag
X
Sichere Anmeldung

Diese Anmeldung ist mit SSL Verschlüsselung gesichert