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Noch offene Fragen zur Biosphärenregion

Bürgermeister, Landräte und Kreisbeigeordnete trafen sich vergangene Woche zu einer Informationsveranstaltung über das Projekt „Biosphärenregion“ Rhein-Main. Beteiligt sind neben der Stadt Wiesbaden die Landkreise Rheingau-Taunus und Main-Taunus. Umweltministerin Priska Hinz stellte die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vor. Sie sieht ein gutes Potential für eine Biosphärenregion. Schon die bisherige Zusammenarbeit habe gezeigt, dass durch Vernetzung und Austausch gemeinsame Projekte entstehen können. Die Entscheidung, wie es weitergeht, liege jedoch bei den Kommunen.

Die Machbarkeitsstudie diene dabei als Diskussionsgrundlage, sagte Hinz.

Laut Bürgermeister Alexander Simon halten sich Chancen und Risiken bislang die Waage. Bevor die Machbarkeitsstudie Mitte September den Gremien vorgelegt werde, müssten noch einige offene Fragen geklärt werden. Dann werde sie eingehend von den Stadtverordneten diskutiert, bevor eine Grundsatzentscheidung gefällt wird, ob Eppstein sich beteiligt.

Simon sieht zwar durchaus Chancen für ein besseres Marketing und bessere Vernetzung der Städte, hat aber auch Bedenken. Die Ernennung zur Biosphärenregion dürfe nicht dazu führen, dass einzelne Leuchtturmprojekte gefördert werden, aber die Entwicklungsmöglichkeiten der Städte und Gemeinden generell eingeschränkt werden. Er verstehe, dass beispielsweise Landwirte, insbesondere die Winzer in der Region die Schaffung neuer Vorschriften und zusätzlicher Behörden befürchten.

Kommunen und Landkreise wollen sich Anfang September noch einmal treffen. Thema ist unter anderem die Einrichtung eines Verwaltungsbüros. Danach entscheiden die Kommunen und Kreise. An dem Projekt beteiligen sich 30 Kommunen mit insgesamt 700 000 Einwohnern. Die geplante Biosphärenregion umfasst eine Fläche von 125 000 Hektar zwischen Rhein, Main und Hochtaunus.

UNESCO Biosphärenregionen sind Modellgebiete für nachhaltige Entwicklung. Dort werden Lösungen gesucht, wie auf Klimaveränderungen, Biodiversitätsverlust bei gleichzeitigem Wohnungsmangel, Infrastruktur- und Verkehrsausbau reagiert werden kann.bpa

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Kommentare

Chancen und Risiken?

Vor vielen, vielen Jahren, nämlich 2009, wurde die Biosphärenregion "Schwäbisch Alb" von der UNESCO lobend anerkannt.
Im  Rhein-Main-Gebiet wird erst im Jahre 2019 darüber nachgedacht !

Es ist heute scheinbar so üblich, dass  erst mal über eine Machbarkeitsstudie in diversen Gremien darüber diskutiert werden muss.

Sofort melden sich dann die sogenannten "Bedenkenträger".

An vorderster Front: Bürgermeister Simon aus Eppstein !!

Bei der Idee einer Biosphärenregion  sollte  der Gedanke eines nachhaltigen Zusammenlebens von Mensch und Natur im Vordergrund stehen.

Vor diesem Hintergrund  ist mir die CDU in Sachen  Natur- und Umweltschutz noch nie besonders aufgefallen !



Siegfried Bachert

Eppstein-Vockenhausen

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