Neue Bedenken gegen Ultranet

Die Bedenken der Ultranet-Gegner haben weitere Nahrung erhalten.

Die Sorge der Bürger wegen des geplanten Ultranet-Vorhabens mit Gleich- und Wechselstromtrassen auf der vorhandenen Stromtrasse im dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet ist groß. Anrainer-Städte und Bürger haben Einwendungen eingereicht.

Seit 1. September läuft, wie berichtet, die Nachbeteiligung für die Alternativen der Ultranet-Trassenführung für Idstein, Eppstein und Hofheim.

Der Magistrat hat eine Stellungnahme zu Trassenvarianten und -abweichungen erarbeitet. Die alternative Trassenführung entlang der A3 bezeichnet er darin als Vorzugstrasse. Für Netzbetreiber Amprion wäre dies die Variante mit dem größten Aufwand. Die Anpassung innerhalb des Korridors bei Bremthal entlastet zumindest diesen Stadtteil. Die beiden Alternativen über Ehlhalten lehnt die Stadt dagegen ab, da dort eine neue Betroffenheit entstehe.

Auch die Bürgerinitiatve Niedernhausen-Eppstein (www.verein.kein-ultranet.de) prüft ihre nächsten Schritte. Ihre Bedenken haben weitere Nahrung erhalten: Ein Bericht über Grenzwertüberschreitungen an einer Hochspannungsleitung in Bayern lässt sie aufhorchen. Ein TÜV-Gutachten stellte dort fest, dass auf der Wechselstromtrasse bei Niederaichach im Kreis Landshut, in der Nähe des Atomkraftwerks Isar, der Grenzwert um mehr als das Doppelte überschritten wurde. Nun befürchtet die BI, dass die elektromagnetischen Felder auf der neuen Ultranettrasse wegen der hohen Kapazität der Leitungen ebenfalls deutlich über den Grenzwerten liegen könnten.

Laut einer Untersuchung von 2016 liegen jedoch sowohl die aktuellen Werte für das elektrische und das magnetische Feld als auch die prognostizierte Höchstbelastung durch die Ultranet-Leitung unter den Grenzwerten. Die BI kritisiert allerdings auch, dass die in Deutschland höher sind als beispielsweise in Holland oder in der Schweiz.

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