Martina Smolorz ist neue Ortsvorsteherin in Ehlhalten

Bürgermeister Alexander Simon gratuliert Martina Smolorz zum neuen Amt als Otsvorsteherin von Ehlhaten.Foto: Julia Palmert

Mit einigen Wochen Verspätung wegen der Quarantäneauflagen für ein Mitglied eröffnete der bisherige Ortsvorsteher Michael Kilb (CDU) zum letzten Mal die erste Ortsbeiratssitzung nach der Kommunalwahl für den Stadtteil Ehlhalten.

Genau wie sein Parteikollege Frank Kilb war er auf einem hinteren Listenplatz angetreten und ist im neuen Ortsbeirat nicht mehr vertreten. Die Hessische Gemeindeverordnung sieht vor, dass der Amtsinhaber die konstituierende Sitzung und die Wahl für den Vorsitz leitet.

Dem neuen Ortsbeirat gehören neun Mitglieder an. Zur CDU-Fraktion (wie bisher fünf Sitze) gehören neben Martina Smolorz, Joachim Racky und Christof Müller. Erstmals für die CDU gewählt wurden Tobias Mager und Johannes Racky. Die SPD ist weiterhin mit Marion Kütemeyer und Christa Petrich vertreten. Die FWG gewann einen Sitz hinzu – die Grünen stellten keine Liste mehr zur Wahl –, den Stefanie Reitter an der Seite von Peter Mohr einnimmt.

Ortsbeirat Christof Müller dankte dem scheidenden Ortsvorsteher für zehn engagierte Jahre im Amt: „Du warst immer ansprechbar für die Menschen im Ort. Danke für alles.“ Für die SPD dankte Marion Kütemeyer Michael Kilb für die gute Zusammenarbeit. Als Nachfolgerin schlug Müller CDU-Spitzenkandidatin Martina Smolorz vor: „Mehr als 50 Prozent aller Wählerstimmen sind ein enormer Vertrauensbeweis.“ Die Wahl erfolgte einstimmig. Als Stellvertreter wurde Ortsbeiratsneuling Tobias Mager bei Enthaltung der FWG-Mitglieder gewählt. Die Fraktionen von SPD und FWG verzichteten auf einen Stellvertreterposten.

Bürgermeister Alexander Simon beglückwünschte die neue Ortsvorsteherin Martina Smolorz, die seit 1993 im Ortsbeirat mitarbeitet und gut vernetzt ist. Sie ist nach Andrea Sehr in Niederjosbach und Eva Waitzendörfer-Braun in Alt-Eppstein die dritte Frau, die einem Ortsbeirat in Eppstein vorsteht. Simon teilte mit, dass als Vertreter für ihn und Erste Stadträtin Sabine Bergold die ehrenamtlichen Stadträte Berthold Gruber (CDU) und Harald Eulenberger (SPD) die Sitzungen des Ortsbeirats begleiten werden. Anfragen aus der vorigen Ortsbeiratssitzung wurden beantwortet. So sollen ein Schild in der Straße Am Brühl und Warnbarken im Mühlweg erneuert werden, sobald der städtische Haushalt verabschiedet ist.

Zum Antrag der SPD-Fraktion für die Aufstellung einer Ladesäule für E-Fahrzeuge im Stadtteil, versprach Simon die Prüfung im Zusammenhang mit einem städtischen Gesamtkonzept für die E-Mobilität aufzunehmen. Auf die Anfrage der SPD zu Personalproblemen im Montessori-Kinderhaus in Ehlhalten berichtete Simon, dass nach einigen Wechseln im Mitarbeiterteam des privaten Trägers wieder alle Stellen besetzt seien und die Arbeit weitergehe.

Die Corona-Teststation in der Dattenbachhalle werde gut angenommen, berichtete Simon. Bei fast 1500 Tests waren bis vergangene Woche acht Personen positiv getestet worden. Mit Blick auf die Sorgen der Vereine versicherte Simon, dass die Halle nicht länger als nötig als Testcenter belegt werden solle, „einige Wochen wird diese Ausnahmesituation allerdings noch andauern.“ Den Vereinen würden von der Stadt Ausweichmöglichkeiten angeboten. So konnte beispielsweise ein Tischtennisspieler der TSG Ehlhalten für seine Sport-Abiturprüfung im Bürgersaal in Eppstein trainieren.

Der Betrieb im Bistro „Altes Spritzenhaus“ sei nach dem Pächterwechsel mitten in der Coronazeit sehr gut angelaufen, freute sich Simon über die große Resonanz bei den Ehlhaltener Bürgern. Der neue Wirt habe anders als seine Vorgängerin eine volle Gaststättenkonzession und werde, sobald es die Lage zulässt, die Außenbewirtschaftung und den Innenbetrieb ausbauen. Berthold Gruber berichtete, dass Familie Filip auch den Vereinen für ihre Treffen Platz im Spritzenhaus schaffen wolle.

Martina Smolorz lobte die Aufräumarbeiten an den Ehlhaltener Bächen. Sträucher seien zurückgeschnitten und Treibholz an Rohreinläufen beseitigt worden. Joachim Racky wünscht sich einen Pflegeanstrich für die Bänke rund um die Dattenbachhalle. Berthold Gruber regte an, das pragmatisch in Zusammenarbeit mit dem Förderverein und der Ehlhaltener Rentnertruppe für den Herbst zu planen.

Tobias Mager beobachtet mit Sorge den Zustand der Linde am Dorfplatz. Der Baum ist teilweise entlaubt und die Rinde einseitig stark beschädigt. „Wenn wir nichts machen, droht er abzusterben,“ mahnte er. Ein Experte soll nun prüfen, ob und wie der Baum zu retten ist.

Stefanie Reitter bat die Verwaltung, die Verkehrssituaton auf der Langstraße in Höhe des Abzweigs zum Friedhof zu prüfen. Es sei immer wieder zu beobachten, dass ungeduldige Autofahrer den ohnehin engen Bürgersteig befahren und damit Fußgänger gefährdeten.

Am Ende der Sitzung ergriff noch einmal Christof Müller das Wort und kündigte an, sein Mandat für den Ortsbeirat niederzulegen. Bei der Wahl wurde er von Listenplatz 9 auf den vierten Platz gewählt. Er wolle sich auf sein Mandat in der Stadtverordnetenversammlung konzentrieren, erklärte er. Als Nachrücker steht Günter Jass zur Verfügung. jp

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