Kinderwünsche: Schaukel, Wackelbrücke und Wasserrutsche

Eva Waitzendorfer-Braun und Alexander Simon (2. und 3. v.re.) fragen die Kinder nach ihren Wünschen für einen neuen Spielplatz an der Wooganlage. Foto: Beate Schuchard-Palmert

Noch mindestens ein Jahr müssen sich die Kinder gedulden, bevor der Spielplatz in der Wooganlage sich neu präsentiert.

So lange werde es noch dauern, bis Gestaltungsvorschläge in den Gremien diskutiert, dann die Mittel für die Umgestaltung im nächsten Haushalt genehmigt, die Arbeiten ausgeschrieben und ausgeführt sind, machte Bürgermeister Alexander Simon die Kinder bei einem Infotreffen zum Spielplatz mit den langen Verwaltungswegen vertraut. Simon hatte zusammen mit Ortsvorsteherin Eva Waitzendorfer-Braun am Freitagnachmittag Kinder und Eltern zum Spielplatzgespräch eingeladen. Auch Grünanlagenchefin Gabriele Wittich war gekommen.

Bevor geplant werde, seien nun die Kinder gefragt, betonte Simon. Wer nicht zum Ortstermin kommen konnte, hat noch bis zu den Sommerferien Zeit, Anregungen und Kritik loszuwerden. Ein QR-Code oder ein Link auf der Internetseite der Stadt führen direkt zur Spielplatz-Umfrage. Dabei werde auch erhoben, woher die Teilnehmer kommen und wie alt sie sind, „damit wir uns ein Bild von den Nutzern machen können und wissen, für wen wir den Spielplatz bauen“, sagte Simon, während Ortsvorsteherin Eva Waitzendorfer-Braun Infozettel mit dem QR-Code am Laternenmast neben dem Spielplatz anbrachte.

Etwa 20 Kinder waren mit Eifer bei der Sache und machten zahlreiche Vorschläge: Von der einfachen, aber hohen Schaukel, die sich die neunjährige Annika wünscht, bis zur tunnelartigen Wasserrutsche, von der ihr jüngerer Bruder Max träumt, reichten die Vorschläge. Die vierjährige Pauline schlug den Bau einer Matschküche samt Wasserpumpe vor, weitere Wünsche waren eine Nestschaukel, eine Seilbahn, eine Wackelbrücke, Balancierseile in unterschiedlicher Höhe, ein Klettergerüst, ein Spielhaus, ein Trampolin, eine Rutsche – oder am besten eine Kombination, die einige dieser Vorschläge vereint. Ob der Sandkasten bleibt, wollten die Eltern wissen. Das gesamte Areal werde planiert und völlig neu gestaltet, führte Simon aus. Das bedeute, das der künstliche Hügel und die Holzpfosten entfernt werden. Die Rutsche könne eventuell später an einem neuen Gerät integriert werden.

Eine Besucherin schlug ein Hochbeet vor mit Beerensträuchern, damit die Kinder reife Früchte naschen können. Einige Mütter und Großmütter baten darum, den Sonnenschutz nicht zu vergessen und schlugen ein Sonnensegel über dem Sandkasten und eine bewachsene Pergola an den Sitzbänken vor.

Einig waren sich die Jungen wie die Alten, dass auf die Wippe verzichtet werden könnte. Das kleine Karussell wiederum wollten die Kinder behalten, es wurde, genau wie die Rutsche, auch während des Ortstermins von den kleineren Geschwistern eifrig genutzt – „aber dann mit abgerundeten Kanten als Fallschutz“, bat eine Mutter um den Anbau zusätzlicher Sicherheitsmaßnahmen.

Simon wies darauf hin, dass der Spielplatz in der Rossertstraße mit einer Gesamtgröße der Wooganlage von 3500 Quadratmetern eher zu den kleineren der insgesamt 21 Spielplätze im Stadtgebiet gehört. Wegen seiner Lage in der engen Rossertstraße komme ein Basketballfeld mit Asphaltboden wegen des Lärms beim Prellen der Bälle dort nicht in Frage, erteilte Simon diesem Wunsch eine Absage, ein kleiner Bobbycar- oder Fahrradparcours habe schon eher eine Chance.

Die Stadt solle bei der Auswahl der Attraktionen auch die älteren Kinder berücksichtigen, „Es wäre toll, wenn ältere und jüngere Kinder Angebote auf dem neuen Platz finden würden“, sagte eine Mutter.

Zuletzt wurde ein neuer Spielplatz im Baugebiet Am Bienroth errichtet und die beiden Spielplätze In der Müllerwies. „Jetzt ist die Woog an der Reihe“, sagte Simon. Rund 130 000 Euro will die Stadt dafür ausgeben. Die werde die Stadt auch brauchen, führte Simon aus, ein größeres Spielgerät wie eine Kletterspinne koste allein schon 18 000 Euro plus 2000 Euro für den Einbau. Hinzu komme die komplette Neuanlage des Platzes. bpa

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