Eppstein bewirbt sich für Förderprogramm

Die Unterlagen sind vrbereitet, die Bewerbung fürs Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ kann starten.    Foto: Stadt Eppstein

 

Die Stadt Eppstein hat sich im Namen ihrer Bürgerschaft, so Bürgermeister Alexander Simon, für das Hessisches Landesprogramm „Zukunft Innenstadt“ beworben – für das Kommunalbudget in Höhe von 250 000 Euro für die Altstadt und für den Kommunalpreis, der mit bis zu einer Millionen Euro ausgelobt ist.

Die Bewerbungsunterlagen seien in Gemeinschaftsarbeit erstellt worden, sagt Simon. Er reichte sie persönlich am letzten Tag der Antragsfrist beim Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen ein.

Formal sei die Stadt Antragstellerin, doch lautet der Antrag aus Eppstein konkret: Antrag der Burgstadt Eppstein mit ihrer Bürgerschaft.

„Eppstein ist die Perle im Taunus, aber auch diese benötigt von Zeit zu Zeit eine Politur“, heißt es in der Bewerbung, „Vor Ort sind wir mit dem wichtigsten ,Werkzeug’ für eine solche Politur, ausgestattet: hier leben engagierte Menschen, die sich um das Wohlergehen der örtlichen Gemeinschaft kümmern,“ so der Rathauschef. Deshalb ist der Antrag auch nicht nur offiziell von Bürgermeister und der Erster Stadträtin unterzeichnet, sondern stellvertretend für die politischen Gremien auch von Stadtverordnetenvorsteher Bernhard Heinz und Ortsvorsteherin Eva Waitzendorfer-Braun.

Mit 31 Projekten beim Land beworben

Zudem wirkten der Eppsteiner Gewerbeverein Industrie Handel und Handwerk (IHH), die Evangelische Talkirchengemeinde und die Initiative „Eppstein lebt!“ mit. Für diese Organisationen haben mit IHH-Chef Markus Rösmann, Heike Schuffenhauer, Pfarrerin der Talkirchengemeinde, sowie Gabriele Erschens-Walldorf, Ricarda und Enrico Prinz, Peter Arnold, Christine Baldt, Dr. Bertold Picard, Gottfried Hilz-Ward und Dorothea Lindenberg für die Initiative „Eppstein lebt!“ weitere Personen unterzeichnet. „Wir widmen diesen Antrag dem unermüdlichen ehrenamtlichen Engagement der Bürgerschaft,“ so Simon, der sich für viele Stunden der Ideensammlung, Konzeptentwicklung und Koordination bedankt. “

Der Förderantrag ist 34 Seiten lang und zählt 31 Projekte und Maßnahmen auf, für die die Stadt auf Unterstützung hofft. Insgesamt stellt das Land knapp 3,3 Millionen Euro zur Verfügung, die Höchstsumme für eine Stadt liegt bei 250 000 Euro. „Auch wenn unsere Ideen und Vorschläge diese Summe deutlich überschreiten, haben wir bewusst alle eingereicht“, sagte Simon. Der Förderantrag sei aus seiner Sicht schon fast ein „Masterplan“, der eine Gesamtkonzeption darlege. Die Projekte sind im Antrag ausführlich beschrieben und mit Bildern, Planungen oder Skizzen versehen und die Ausgangslage in der Altstadt in einer Situationsbeschreibung zusammengefasst.

Bei den Projekten wurden Fördermittel für Gastronomiebetriebe vorgeschlagen, aber auch Fördermittel für Eigentümer von historischen Gebäuden zur Unterstützung von Sanierungsmaßnahmen – das liege aber allein in der Entscheidungsbefugnis jedes Eigentümers, betonte Simon.

Im Einzelnen zählt der Bürgermeister unter dem Stichwort „Ein Dach für Eppstein“ Schirme für Außengastronomie und Veranstaltungen für die Altstadt auf. Auch ein Verkehrskonzept, Umgestaltung des Gottfriedplatzes und der Wooganlage inklusive Spielplatz seien darunter. Als neue Projekte schlagen die Initiatoren eine Künstlerkolonie und Kunstinstallationen vor oder einen Stadtrundgang mit Lauschtour, neues Licht und neue Farbe für die Talkirche, einen Dorfbrunnen mit Wasserspiel, aber auch die Sanierung des Laufbrunnens am Wernerplatz wäre aus Sicht der Antragsteller ein förderungswürdiges Projekt und selbstverständlich auch die Sanierung des Altstadtpflasters. Weitere Vorschläge beziehen sich auf das Außengelände des Kindergartens und die Holzveranda des evangelischen Pfarrhauses, die einen Neuanstrich nötig hätte oder den Alten Friedhof, dessen Gestaltung ebenfalls in die Jahre gekommen ist. Die evangelische Kirchengemeinde schlägt außerdem die Einrichtung eines Jugendraums im evangelischen Gemeindehaus vor.

Weitere Projekte könnten die neue Neufville-Turm-Stiftung und die Sanierung des Turms oder Elektrotankstellen für E-Bikes sein, eine bessere Ausgestaltung des Feuerwehrhauses, des Bürgersaals oder des Alten Rathauses, das Juchhe-Projekt der Burgschauspieler oder die Freifläche vor dem Bahnhofsgebäude. Ein Insektenhotel ist auch aufgeführt.

Mit dem Förderantrag, der über die Internetseite www.eppstein.de einsehbar ist, hat sich Eppstein für das Landesprogramm Zukunft Innenstadt und das Innenstadtbudget sowie zusätzlich mit dem Projekt „Ein Dach für Eppstein – mehr (als) Schirme für die Altstadt“ um den Kommunalpreis beworben. bpa

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