Dirk Büttner will Bürgermeister von Walluf werden

Dirk Büttner stellt sich in Walluf zur Wahl

 

Als Vorsitzender des Burgvereins, Vorstandsmitglied der TSG Eppstein, Burgschauspieler, Fastnachter und CDU-Stadtverordneter zieht Dirk Büttner an vielen Strippen in Eppstein.

Dennoch stellt er sich jetzt einer neuen Herausforderung: Der gelernte Bankkaufmann will in Walluf, 5500-Einwohner-Gemeinde im Rheingau-Taunus-Kreis, Bürgermeister werden. Schon im Juni stellte sich Büttner der dortigen CDU als Kandidat vor. Vermittelt hatte der CDU Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch den Kontakt.

Er habe sich zwar nicht aktiv nach einem freien Bürgermeisterposten umgeschaut, meint Büttner, aber er spiele schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken, nicht nur als Stadtverordneter in der zweiten Reihe zu bleiben, sondern als Amtsinhaber selbst zu gestalten. Da weder in Eppstein noch in einer der anderen Kommunen des Main-Taunus-Kreises in absehbarer Zeit ein Wechsel anstehe, kam ihm der Vorschlag aus dem Rheingau-Taunus-Kreis gelegen. Es habe schon andere Anfragen von CDU-Verbänden aus Nord- und Mittelhessen gegeben, aber so weit wolle er nicht weg, schon seiner Tochter wegen, die dieses Jahr in die Schule kommt. Außerdem hätte er dort als Außenseiter gegen Amtsinhaber antreten müssen. In Walluf steht in jedem Fall ein Wechsel an der Rathausspitze an, weil der Bürgermeister aufhört.

Zunächst habe es dennoch nicht danach ausgesehen, dass Büttner in Walluf antritt. Der ursprüngliche Bürgermeisterwahltermin am 26. April, war eigentlich zu kurzfristig, um einen völlig unbekannten, von außen kommenden Kandidaten in Walluf bekannt zu machen. „Doch dann kam der Corona-Lockdown“, erinnert sich Büttner. Und die Karten wurden neu gemischt. Denn von den beiden ursprünglichen Kandidaten, den parteilosen Nikolaos Stavridis, der für die SPD kandidiert, und dem parteilosen Walter Paßmann, bleibt nur Stavridis als Kontrahent, weil Paßmann seine Kandidatur zurückzog.

Büttner verstand die Terminverschiebung als Zeichen, „dass ich mich doch in Walluf bewerben sollte“, so Büttner. Inzwischen ist er schon mitten im Wahlkampf, hat sich zum „Gebabbel“ mit Bürgern am Rheinufer getroffen und war im Ortsteil Oberwalluf unterwegs. Als nächster Termin steht eine Spielplatztour für Jung und Alt auf dem Programm.

Seinen Wahlkampf will er dazu nutzen, die konservativen Wählerinnen und Wähler von sich zu überzeugen. Die Gemeinde Walluf erfülle aus seiner Sicht alle Kriterien, um sich dort wohlzufühlen: die wunderschöne Lage am Rhein und die Tradition als Weinbaugemeinde. Zudem biete der Gemeindehaushalt dank einer guten Gewerbestruktur auch finanziellen Spielraum zur Gestaltung der Gemeinde – anders als in Eppstein mit seinen fünf Stadtteilen, teurer Infrastruktur und vergleichsweise niedrigen Steuereinkünften.

Bis Ende August läuft die Bewerbungsfrist in Walluf noch. Aber Büttner ist zuversichtlich, dass es bei einer Zweier-Konstellation der Bürgermeisterkandidaten bleibt: „Man muss schon positiv verrückt sein, wenn man so einen Job machen will“, sagt der CDU-Politiker, der in Eppstein seit 2006 für die CDU in der Stadtverordnetenversammlung sitzt. Dank der guten Schulung durch die wahlkampferfahrenen CDU-Kollegen aus Eppstein wisse er, worauf er sich einlasse, sagt Büttner und erinnert daran, dass er in dieser Zeit mit langjährigen CDU-Recken wie Bernhard Heinz, Elmar Alhäuser oder Berthold Gruber schon einige Bürgermeisterwahlkämpfe vorbereitet und begleitet habe.

Auch mit der CDU Walluf habe die Chemie sofort gestimmt. Er wisse wohl, dass es dort vor einiger Zeit innerparteiliche Streitigkeiten gegeben habe, doch die seien bereinigt, versichert er. „Ich habe ein kleines, aber hoch motiviertes Team, das hinter mir steht“, lobt Büttner und gibt sich zuversichtlich, obwohl in Walluf die SPD mit 12 von 25 Abgeordneten in der Gemeindeversammlung die Mehrheit stellt und die CDU nur noch zwei Vertreter hat. Deshalb baue er auf Zusammenarbeit und habe vor, mit allen Fraktionen zu sprechen, sagte Büttner. Er rechne sich gute Chancen aus, denn bei Bürgermeisterwahlen seien andere Kriterien wichtig als bei Kommunalwahlen.

Er trete zwar als CDU-Kandidat an, sei aber für die Menschen da. Davon zeuge auch sein Engagement in den unterschiedlichsten Eppsteiner Vereinen.bpa

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