Bürgermeister will keine Vollsperrung

StraßensperrungFoto: pixabay.com

Bürgermeister Alexander Simon will offensichtlich für die nächste geplante Baustelle entlang der L3011 Richtung Hofheim frühzeitig die Interessen der Stadt anmelden, damit es kein böses Erwachen gibt, wie in diesem Frühjahr in Hofheim, wo die Magistrats-Kollegen anscheinend zu spät aktiv wurden, und nun ein Aktionsbündnis versucht, die Vollsperrung der L3011 zwischen Lorsbach und Hofheim noch in letzter Minute zu verhindern.

Bei der Baustellenplanung für den Radweg zwischen Eppstein und Lorsbach weist Simon deshalb schon jetzt darauf hin, dass Hessen Mobil bei dieser Planung möglichst ohne eine weitere Vollsperrung, wie sie jetzt für nächstes Jahr an der Baustelle in Höhe der Klärwerkskurve bei Lorsbach geplant sei, auskommen möge. Er wolle deshalb rechtzeitig über die Planung sprechen, bevor es auch in diesem Straßenabschnitt zu einer langanhaltenden Vollsperrung kommt. Der Gehweg Richtung Lorsbach entspreche außerhalb der Ortsdurchfahrt Eppsteins nicht den Anforderungen für einen gut und sicher nutzbaren Weg, führt Simon aus: „Er ist uneben, teilweise zu schmal und nicht optimal zur Straße hin abgegrenzt.“

Deshalb setzen sich Eppstein und Hofheim für eine Verbesserung dieser Wegeverbindung ein. Die Verantwortlichkeit liegt beim Land Hessen und der Landesstraßenbaubehörde Hessen Mobil. Es gab bereits mehrere Treffen. Planung und Überlegungen begannen schon im Jahr 2018. Die Stadt Eppstein hat sich in den Prozess aktiv eingebracht. Von vielen Stellen wurde auf eine Verbesserungswürdigkeit dieser Wegeverbindung hingewiesen. Deshalb werde der Einstieg in die Planungen und der erste Vorentwurf im Eppsteiner Rathaus sehr begrüßt, sagt Simon.

Der Gehweg soll erneuert und so breit werden, dass auch Radfahrerinnen und Radfahrer ihn künftig nutzen können. Die Länge der Wegeverbindung beträgt rund 1,6 Kilometer. Der Ausbau soll zwischen dem Waldparkplatz in Höhe der Eisenbahnbrücke beginnen und etwa 100 Meter vor Beginn der Ortsdurchfahrt von Lorsbach enden. Der etwa ein Meter breite Trennstreifen zwischen Fahrbahn und Gehweg soll künftig entfallen und der etwa 1,50 Meter breite Weg auf 2,50 Meter verbreitert werden. Teilweise müssen Grundstücke hinzu gekauft werden. Mehrere Grundstücke der Stadt Eppstein in Höhe eines Lagerplatzes grenzen an den Weg an. Deshalb hat sie bereits frühzeitig mitgeteilt, dass sie für den Weg benötigte Grundstücksteile zur Verfügung stellt.

„Eine Verbesserung dieser Wegeverbindung ist übereinstimmendes politisches Ziel“, betont der Bürgermeister. Er weist aber schon jetzt darauf hin, „dass eine Vollsperrung zur Umsetzung des Projektes als kritisch eingestuft wird“. Simon hat dabei die Diskussionen rund um die Vollsperrung der gleichen Landesstraße wenige Kilometer weiter zwischen Lorsbach und Hofheim im Blick. Für den Radwegbau wischen Eppstein und Lorsbach will die Stadt Eppstein deshalb rechtzeitig Gespräche führen, damit es nicht zu einer langanhaltenden Vollsperrung kommt.

Auch wenn die Baudurchführung noch nicht in den nächsten Jahren anstehe, müsse beachtet werden, so Simon mit Nachdruck, dass das Land Hessen eine weitere Baumaßnahme an der L 3011 planen will, die voraussichtlich ebenfalls zu erheblichen Behinderungen und Nachteilen führen wird.

Deshalb setze sich die Stadt dafür ein, dass die Belastungen und Nachteile für die Verkehrsteilnehmer, aber vor allem für die Anlieger sowie die von der Maßnahme betroffenen Geschäfte so gering wie möglich ausfällt. Sie betone deshalb bereits in diesem frühen Verfahrens- und Planungsstadium, dass eine abschnittsweise Baudurchführung ohne Vollsperrung der Gesamtstrecke befürwortet werde.

Eine Vollsperrung der L3011 in Höhe der Klärwerkskurve sei wohl nur deshalb erforderlich, da gleichzeitig auch der Regenwasserkanal in der Fahrbahn der Landesstraße für die Oberflächenentwässerung erneuert wird, führt Simon aus. Bei einer Neuverlegung dieser Leitungen in Höhe der Trasse des geplanten Rad- und Gehweges zwischen Eppstein und Lorsbach müsste darauf geachtet werden, die Fahrbahn möglichst nicht anzutasten, damit eine Vollsperrung vermieden werde. EZ

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