Antragskonferenz für Ultranet-Trasse

Montage einer Masterhöhung für eine Gleichstromtrasse. Foto: Amprion GmbH

Die Bundesnetzagentur hat auf Antrag des Vorhabenträgers Amprion als nächsten Schritt im Planfeststellungsverfahren für die Ultranet-Hochspannungsleitung zwischen Koblenz und Marxheim die sogenannte Antragskonferenz für die „Planfeststellung Höchstspannungsleitung“

festgesetzt: am Dienstag, 19., und Mittwoch, 20. Juli, jeweils um 9 Uhr in der Alten Lokhalle Mainz, in der Mombacher Straße 78-80 in Mainz.

Die Antragskonferenz ist öffentlich. Die Bundesnetzagentur bittet um Anmeldung. Informationen zur Anmeldung und die Antragsunterlagen sowie eine vorläufige Tagesordnung sind unter www.netzausbau.de/vorhaben2-d1 zu finden.

Nach der Festlegung des 110 Kilometer langen und 1000 Meter breiten Trassenkorridors werden in der Antragskonferenz sowohl der von Amprion im Antrag vorgestellte Trassenverlauf auf der Bestandstrasse als auch die Alternativen diskutiert. Von den 226 bestehenden Masten will Amprion 80 Prozent unverändert verwenden, 37 Masten müssten erhöht werden, davon auch zwei Masten in Eppstein, und acht Masten durch neue ersetzt werden. In Hofheimer Stadtteilen sollen insgesamt elf Masten erhöht werden. Eine Verschwenkung der Trasse ist weder in Eppstein noch in einer der Nachbarkommunen vorgesehen.

Mit den Ergebnissen dieser Konferenz legt die Bundesnetzagentur den Untersuchungsrahmen für die Planfeststellung fest. Auf der Tagesordnung stehen neben dem von Amprion anvisierten Bau einer neuen Gleichstromleitung auf der vorhandenen Wechselstromtrasse auch die Alternativen, sowie die Themen „Schutzgut Mensch, menschliche Gesundheit und Immissionsschutz“ sowie die Kommunale Bauleitplanung und Raumordnung.

Die Stadt Eppstein schickt ebenfalls Vertreter. Aus Sicht von Bürgermeister Alexander Simon, ist es wichtig, sich frühzeitig zu kümmern: „Wir sammeln jetzt schon Einwendungen von betroffenen Bürgern“, sagt der Rathauschef, auch wenn die eigentlichen Klagen erst nach Abschluss des Verfahrens möglich sind. Insbesondere private Grundstücksbesitzer sollten sich frühzeitig über ihre juristischen Möglichkeiten informieren. Das Privateigentum genieße im deutschen Rechtssystem hohen Schutz, betont Simon, der selbst Jurist ist.

In Eppstein führt die geplante Gleichstromleitung unmittelbar an Häusern Am Hessenring und in Niederjosbach vorbei. Amprion will die Gleichstromleitung hauptsächlich auf der bestehenden Trasse verlegen. Die wenigen Ausnahmen, die Amprion vorsieht, liegen außerhalb Eppsteins. Die von Eppstein vorgeschlagene Versetzung einzelner Masten Richtung Bauwald setzt Amprion nicht um. bpa

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