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Anmeldezahlen für Glasfaser steigen langsam an

Während in Eppstein viele Menschen noch zaudern und sich fragen, ob sie wirklich ein flächendeckendes Glasfasernetz benötigen, hat das Unternehmen Deutsche Glasfaser (DG) bereits weitere Regionen im Blick: Im Landkreis Darmstadt-Dieburg kooperiert die DG mit dem Energieversorger Entega. Gemeinsam wollen sie in einem Pilotprojekt den gesamten Landkreis erschließen und 23 Kommunen mit rund 120 000 Glasfaseranschlüssen versorgen.

In Okriftel und Eddersheim hat die DG gerade mit ihrer Informationskampagne begonnen, in Hünstetten im Rheingau-Taunus-Kreis liegt die Nachfrage nach wenigen Wochen bei 8 Prozent. Besonders in den bevölkerungsreichen Stadtteilen Bremthal, Eppstein und Vockenhausen dümpeln dagegen die Anmeldezahlen für einen Glasfaseranschluss bis ins Haus immer noch zwischen 11 und 12 Prozent. In Ehlhalten liegt die Nachfrage bei 30, in Niederjosbach bei 20 Prozent.

Möglicherweise überwiegt bei vielen Hausbesitzern die Angst, durch das Verlegen der Leitung könnte der Vorgarten umgegraben werden, schwerer als der mögliche Zugewinn für moderne Kommunikationstechnik. Andere befürchten eine Monopolstellung des Anbieters.

In Bremthal gibt es weitere Gründe für die Zurückhaltung vieler Haushalte. Dort ist die Internetversorgung über TV-Kabel besser als in den anderen Stadtteilen. Die Unitymedia-Gesellschaft beispielsweise bietet zum Teil Download-Raten bis zu 600 MBit über die vorhandenen Leitungen. Andererseits bleibt beim Bau eines Glasfaseranschlusses das alte Kupferkabel erhalten. Wer will, kann nach 24 Monaten, wenn der Vertrag mit der DG ausläuft, zum alten System zurückkehren.

Bis zum Stichtag 25. März haben Interessenten noch die Möglichkeit, sich an einem der Infostände im Stadtgebiet beraten zu lassen. Der Infostand am Rathaus Vockenhausen ist dienstags bis freitags von 14 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 15 Uhr geöffnet, außerdem stehen die DG-Mitarbeiter jeden Nachmittag in einem anderen Stadtteil.

Stadt und DG planen im März noch einen Glasfasertag auf dem Rathausplatz in Vockenhausen.bpa

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Kommentare

Aktion Glasfaseranschluss

Eine entsprechende Aufklärung über die Papierversion Ihrer Zeitung wäre dringend erforderlich, um auch diejenigen zu erreichen, denen schnelles Internet egal ist und denen nicht bewusst ist, wie sehr sie künftig davon profitieren könnten, allein wenn es um medizinische Hilfe und/oder Pflegeunterstützung geht. Wer hier nicht mitmacht, stellt sich gegen die Gemeinschaft, und um das zu vermitteln wäre das „Blättchen“ vorzüglich geeignet.

Braucht es Argumente?

Regelmäßig schaue ich mir die Anmeldequote zum Glasfaserausbau an und stelle mit Bedauern fest, dass noch nicht einmal die Hälfte der benötigten Voranmeldungen eingegangen sind. In Gesprächen mit anderen Eppsteinern höre ich Aussagen wie "Brauche ich nicht", "Was bringt mir das" oder auch "Neue Technik, damit will ich mich nicht beschäftigen". Als individuelle Meinung für mich schwer nachvollziehbar, aber vor allem sind das keine echten Argumente GEGEN einen Glasfaseranschluss.

FÜR einen Glasfaseranschluß spricht: - Steigerung der Immobilienpreise - Bessere Vermietbarkeit von Immobilien - Die DSL Bandbreite wird nicht weiter steigen, das heißt, das Maximum der Geschwindigkeit ist jetzt erreicht - Es geht nicht um "schnelles Internet", sondern darum, eine zukunftsfähige Infrastruktur zu schaffen, welche z.B. auch fürs Fernsehen benötigt wird. Es gibt bereits 8K Fernseher und wenn zukünftig immer mehr UHD/4K/8K Fernsehsender in Betrieb gehen, wird es mit den Sateliten Transponderplätzen eng - Heimarbeitsplätze, Neudeutsch HomeOffice, ist wesentlicher Bestandteil der zukünftigen Arbeitsrealität und hier ist eine schnelle und stabile Netzanbinung zwingend erforderlich - Jetzt bekommt man den Anschluss kostenlos und die Kosten des Vertrages unterscheiden sich nicht von den entsprechenden DSL-Kosten - Es kommt zu keiner Doppeltbelastung durch 2 parallele Verträge - erst wenn der vollständige Wechsel zu Glasfaser vollzogen ist (der DSL Vertrag ausgelaufen ist) bezahlt man die monatlichen Gebühren - Telefonie mit dem Festnetz ist jetzt schon auf Voice over IP umgestellt (Internettelefonie) und hier ist Glasfaser deutlich stabiler (verbindungssicher) als DSL - Warten auf 5G ist keine Option, denn keiner weiß, wann der 5G Ausbau vollzogen wird, vor allem weiß keiner, wie teuer dann entsprechende Verträge sind. Hier wartet man auf die "Katze im Sack" -

Unternehmen in Eppstein werden zukünftig immer mehr auf entsprechende Netzgeschwindigkeit angewiesen sein, um wettbewerbsfähig zu bleiben, Arbeitsplätze zu sichern und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Zusammenarbeit über das Netz, z.B. zwischen Geschäftspartnern, Unternehmen und Kunden wird entsprechende Bandbreiten benötigen (z.B. 3D Modelle gemeinsam bearbeiten). Somit mein Appell an alle Unentschlossenen -> in ihrem eigenen Sinne, dem Interesse der Gemeinde und der nächsten Generationen von Eppsteiner schließen Sie den Vorvertrag ab. Ralf Kotthaus

Es besteht die Gefahr, auf absehbare Zeit "abgehängt" zu werden

Mit Verwunderung lese ich in der Presse, dass in Eppstein die erforderliche Zahl an Haushalten sich noch nicht für einen Glasfaseranschluss entschieden hat.   Bei allem Verständnis für das Motto "keine Experimente" würde man sich in diesem Fall der Chance begeben, kostengünstig an einer modernen Kommunikationstechnik teilzuhaben. Die Frage, ob man das braucht, ist m.E. irrelevant. Selbst Kaiser Wilhelm konnte es sich seinerzeit nicht vorstellen, dass das Pferd als Fortbewegungsmittel einmal vom Auto verdrängt wird.    In der Presse liest man auch von Bestrebungen in Nachbargemeinden von Initiativen in Richtung Glasfaser. Wenn wir jetzt auf die Möglichkeit verzichten, laufen wir Gefahr, auf absehbare Zeit "abgehängt" zu sein. Das sollte man bei seiner Entscheidung "pro/kontra" bedenken.   Heinz Brückner

P.S.: Die Redaktion hat diese Mail-Zuschríft unseres Lesers als Kommentar eingestellt.

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