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Mit Singen, Sekt und Fackelschein das neue Jahr begrüßt

Die Sänger Gabriele Hierdeis (Sopran), Birgit Schmickler (Alt), Christian Rathgeber (Tenor), Christoph Kögel (Bass) (v.li.) begeisterten.

Der Name der fünf Künstler mit dem italienischen Namen colcanto, was so viel heißt wie „mit Singen“, ist Programm: Das Vokalensemble bot rund 250 Besuchern vergangenen Freitag ein Herz erwärmendes Konzerterlebnis in der Kirche St. Michael in Niederjosbach.

Mit Werken von Komponisten aus fünf Jahrhunderten – darunter Bach, Cornelius, Fauré, Rutter und Rossini – ließen die am Piano begleiteten Sängerinnen und Sänger die Weihnachtstage harmonisch ausklingen.

Das sehr gut besuchte Neujahrskonzert fand auf Initiative des Fördervereins der Kirche zum ersten Mal statt. Das 90-jährige Bestehen des Gotteshauses in diesem Jahr bot Anlass für die Veranstaltung. „Wenn ein Jahr gut werden soll, muss es gut anfangen“, sagte der Vorsitzende des Fördervereins Bernhard Heinz in seiner Begrüßung.

Die colcanto-Sängerin Birgit Schmickler ist den Gusbachern wohlbekannt: Ihre warme Alt-Stimme war schon mehrmals bei den Mitsing-Konzerten im Rahmen des Adventsmarkts zu hören. Darüber hinaus leitet sie den Kinderchor der Gemeinde und ist stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins. „Wir entwickeln gemeinsam Ideen, um das kulturelle Leben und das Gemeindeleben zu bereichern“, erklärt sie. So lag es nahe, die renommierten Künstlerkollegen des Vokalensembles colcanto nach Niederjosbach zu holen – allesamt erstklassig ausgebildete Solisten mit breitem Repertoire. Seit 2011 treten sie gemeinsam auf.

Die international gefragte Sopranistin Gabriele Hierdeis, der Tenor Christian Rathgeber, der Bass Christoph Kögel sowie der Meister am Klavier Thorsten Larbig gehören dem Ensemble an. „Wir musizieren mit großer Lust und Freude gemeinsam und sind sehr gut aufeinander eingespielt“, so Schmickler.

Das musikalische Programm spannte einen Bogen von Weihnachten über Neujahr bis zu den Heiligen Drei Königen, ursprünglich der Tag der Erscheinung des Herrn. So startete das Quartett mit dem neueren englischen Kirchenmusikstück „Jesus child“ von Rutter, nahm mit Rossinis „Toast pour le nouvel ans“ Bezug auf Neujahr und schloss mit Epiphanias von Hugo Wolf. Auf dem Programm standen mit Werken von Swingle für Sänger arrangierte Instrumentalstücke von Johann Sebastian Bach. Jeder Künstler hatte auch einen Solopart: Larbig trug am Piano seine von „Vom Himmel hoch ihr Englein kommt“ inspirierten Improvisationen vor, Schmickler sang „Expectans“ aus dem Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns, Hierdeis das Lied „Noël“ (Gabriel Fauré), Rathgeber das Stück „Schlafendes Jesuskind“ (Hugo Wolf) und Kögel ließ „Die Könige“ von Peter Cornelius erklingen. Bei zwei Stücken waren die Zuhörer zum Mitsingen eingeladen.

„Ein schönes Konzert“, war danach von allen Seiten zu hören. Die Veranstaltung war nach dem begeisterten Schlussapplaus keineswegs vorbei, sondern wurde mit einem Sektempfang im „Kastanienhof“ fortgesetzt.

Vor der Kirche bereiteten Kinder und Jugendliche der Jugendfeuerwehr Niederjosbach dem Publikum eine besondere Freude: Sie standen mit Fackeln Spalier an der Treppe, die hinunter zum „Kastanienhof“ führt. Das Treppengeländer hatte der Vorsitzende Heinz nach dem Regen abgetrocknet, so dass die Besucher sicher nach unten gelangten. Der reibungslose Ablauf der Veranstaltung war dem Förderverein mit Schatzmeister Klaus Schrott, dem Kirchenvorstand und vielen Helfern aus der Gemeinde zu verdanken.

Mit etwa 200 Gästen wurde auch der Sektempfang gut angenommen. Heinz kam mit dem Ausschenken kaum nach. Viele nutzten die Gelegenheit, noch einmal auf das neue Jahr anzustoßen und sich über das stimmungsvolle Konzert auszutauschen.

„Ein solches Konzert soll es nach Möglichkeit auch im kommenden Jahr wieder geben“, sagte Heinz. In jedem Fall wird das 90-jährige Bestehen der Kirche in diesem Jahr mit weiteren Veranstaltungen gefeiert.mi

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