Museum mre in Wiesbaden wird eröffnet

Blick vom Atrium des neuen Museums in den Himmel. (c) mre/ Foto: Helbig Marburger

Der Termin für die Eröffnung des neuen Museums Reinhard Ernst (mre) in Wiesbaden steht fest: Am Sonntag, 23. Juni, werden 60 Meisterwerke aus der Zeit nach 1945 bis in die Gegenwart präsentiert.

Der Stifter und Kunstsammler Reinhard Ernst stammt aus Eppstein und war in den vergangenen Jahren auch in der Burgstadt als Mäzen tätig: So hat er sich mit Planung und Finanzierung des neuen Musikschulgebäudes Am Herrngarten in Eppstein ein bleibendes Vermächtnis gesetzt und war zuletzt Geldgeber für die Installation des Eppsteiner Künstlers Kai Wolf am Stadtbahnhof – eine Hommage zur Erinnerung an das Avantgarde-Künstlerpaar Ella Bergmann-Michel und Robert Michel.

Jetzt erfüllt der Kunstsammler sich seinen Lebenstraum mit dem Museum für moderne Kunst in Wiesbaden. Entworfen wurde der Neubau mit der strahlend weißen Granitfassade an der Wilhelmstraße von dem japanischen Stararchitekten Fumihiko Maki – Baukosten bisher rund 80 Millionen Euro. Auch den Betrieb des Museums stellt Ernst mit seiner Stiftung dauerhaft sicher.

Ernst, der zunächst als Angestellter im Unternehmen „Harmonic Drive Antriebstechnik“ in Limburg tätig war, übernahm später die Firma und wurde mit unterschiedlichsten Anwendungen für Robotik, Luft- und Raumfahrt, Maschinenbau und Medizintechnik erfolgreich. Nach dem Verkauf des Unternehmens 2004 gründete er zusammen mit Ehefrau Sonja die Reinhard & Sonja Ernst-Stiftung.

Das kinderlose Ehepaar wollte mit seinem Reichtum etwas Sinnvolles leisten. Dazu gehörte neben der Musikschule in Eppstein ein Generationenhaus in der japanischen Stadt Natori und jetzt ein knapp 10 000 Quadratmeter großes, markantes Museum in der hessischen Landeshauptstadt, in der das Ehepaar seit etwa einem Vierteljahrhundert wohnt.

In dem kubischen Gebäude sollen die Kunstwerke, die Ernst als Sammler im Laufe vieler Jahre gekauft hat, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Etwa die Hälfte seiner rund 2000 Kunstwerke gelten als museumsreif. 60 Werke sind in der ersten Ausstellung unter dem Titel „Farbe ist alles“ zu bewundern. Präsentiert werden kleine, mittlere und großformatige Werke. Das größte Exponat in der ersten Hängung wird ein über 20 Meter breites Werk des Japaners Toshimitsu Imai sein.

Am Eröffnungstag ist das Museum von 10.15 bis 19 Uhr für alle Interessierten geöffnet. Die regulären Öffnungszeiten sind Dienstag bis Sonntag von 12 bis 18 Uhr, Mittwoch von 12 bis 21 Uhr. Ab Juli ist der Museumsbesuch jeden letzten Dienstag im Monat von 15 bis 18 Uhr kostenfrei. Für den Besuch am 23. Juni müssen im Online-Museumsshop www.museum-reinhard-ernst.de Zeitfenster gebucht werden. bpa

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