Löwe als Bürgerpreis für den „Liebespfeil“

Mohammad Alsaadi (Mitte) mit Ehefrau Bana Besher, Sohn Ibrahim und Mutter Amal (v.l.). Rita und Jochen Quack (v.r.) haben früh das Talent des Kunststudenten aus Jarmuk erkannt und gefördert. Foto: J. Palmert

Am Sonntagabend tummelten sich noch einmal viele Menschen im Eppsteiner Bürgersaal, um sich die Werke des Wettbewerbs für Künstlerinnen und Künstler im Main-Taunus-Kreis anzuschauen.

Während der vergangenen Woche zählten die Helferinnen und Helfer des Kulturkreises Eppstein über 500 Besucher in der Ausstellung. 467 Kunstinteressierte gaben ihre Stimme ab für ihr Lieblingswerk. Bei der Auszählung der Stimmen für den Bürgerpreis machte der ‚Liebespfeil‘ von Mohammad Alsaadi aus Eppstein das Rennen. Für die Collage aus Blüten, Blättern und Zweigen vor schwarzem Hintergrund, in deren Mitte ein mit Glitzersteinen besetzter Ring thront, eingegossen in Epoxidharz, stimmten 29 Besucher. Je 19 Stimmen entfielen auf die beiden nächsten Plätze. Alsaadi gewann damit nach 2019 schon zum zweiten Mal den Bürgerpreis beim Künstlerwettbwerb und entwickelt sich zum Publikumsliebling. 2017 landete sein Werk auf Platz 2 der Bürger-Jury.

Der aus Syrien geflüchtete Palästinenser lebt seit Ende 2014 in Eppstein. Diesmal konnte der Künstler seine Freude mit seiner Familie teilen, die inzwischen nach Eppstein nachgezogen ist – und mit seinen Förderern, dem Ehepaar Jochen und Rita Quack aus Bremthal.

Der Bürgerpreis wurde in diesem Jahr vom Lions Club Eppstein gestiftet. Enrico Prinz, Präsident der Eppsteiner Lions, übergab den Preis in Höhe von 300 Euro in einer weißen Porzellanspardose in Gestalt eines Löwen an den Gewinner. Die Lions finanzierten den Preis aus dem Erlös des Verkaufs des Künstlerweins im vorigen Jahr. „Es ist uns eine große Freude und Ehre, diesen Preis überreichen zu dürfen. Unser Motto ‚Gemeinsam für Eppstein‘ schließt auch die Kunst mit ein“, so Prinz.

Bürgermeister Alexander Simon, der Vorsitzende des Kulturkreises, Horst Winterer, und die Leiterin des Teams des Künstlerwettbewerbs, Dagmar Hirtz-Weiser, gratulierten dem Gewinner und würdigten die über 500 Besucherinnen und Besucher, die die Werke während der Tage der Ausstellung betrachteten, lobten, aber auch hinterfragten und lebhaft diskutierten.

„Eine großartige Ausstellung und eine tolle Leistung von allen, die sie ermöglicht haben – und ein Signal weit über Eppstein hinaus, wie die Bürgerinnen und Bürger von Eppstein und ihre Vereine zusammenwirken“, lobte Simon. jp

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