Konzert zurück in die Zukunft

Vor 175 Besuchern feiert der Liederkranz-Chor seine Rückkehr auf die Bühne. Foto: Ulrich Häfner

In farbiges Licht getaucht mit viel Freude an der Musik und ihren Liedern waren sie „zurück auf der Bühne“: der Projektchor 20vor8Chorisma des Gesangverein Liederkranz 1875 Bremthal am vergangenen Samstag im Botanical.

33 Sängerinnen und Sänger in Schwarz mit türkisfarbenen Accessoires präsentierten ihr Programm so lebendig wie ein Gospel-Chor und boten dem mit 175 Besucherinnen und Besuchern voll besetzten Haus einen rauschenden Abend.

Mit Hingabe und Leidenschaft präsentierten sie unter der Leitung von Chorleiter Ulrich Diehl ihre Songs aus Pop und Rock kreativ verpackt in eine Zeitreise nach einer Idee aus dem Spielfilm „Zurück in die Zukunft“: Gunnar Lorentzen als Marty Mc Fly und Andreas Geis als Doc Brown – und Vorsitzender des Vereins – führten auf humorvolle Weise durch das Programm.

Zu den einzelnen Stücken erhielt das Publikum einen fast komödiantisch anmutenden Einblick in das jeweilige Zeitgeschehen. Analog zum Erscheinungsjahr des ersten Science-Fiction-Films der Trilogie im Jahr 1985 standen Songs aus den 80er Jahren auf dem Programm. Mit dem Journey-Song „Don’t stop believing“ eröffnete der Chor mit Robert Karasek am Keyboard den Abend. Die musikalische Zeitreise führte dann mit „Ain’t no mountain“ und „Your Song“ (Elton John) zurück in die 1960er Jahre. Evergreens wie „Breakfast in America“ (Supertramp) und „Hinterm Horizont“ (Udo Lindenberg) waren zu hören.

„Nothing else matters“ (Metallica) wurde a capella – ohne musikalische Begleitung – vorgetragen und war für den Chor arrangiert worden von Chorleiter Ulrich Diehl ebenso wie „Musik, nur wenn sie laut ist“ (Herbert Grönemeyer).

Der Song „Titanium“ (David Guetta) brachte nicht nur den Chor, sondern auch das Publikum zum Wippen und Klatschen. Der von Anja Carmanns mit Karasek am Keyboard solo mit heißem Rhythmus vorgetragene Song „I feel the earth move“ (Carol King) untermalt von einer Light-Show verbreitete ebenfalls Disco-Fieber.

Bei „Über der Stadt“ vom Hofheimer Komponisten Sebastian W. Wagner zeigten die „Youngsters“ des 20vor8Chorisma ihr bewundernswertes Können: Isabell Süptitz, Jannis Rösner und Simon Schröder. Acht Sängerinnen mit weiß-silberner Federboa traten als „Die Hühner“ auf und überzeugten mit „I’am so excited“ (The Pointer Sisters).

20vor8Chorisma zurück auf der Bühne

Die Herren boten mit „Sound of silence“ (Simon and Garfunkel) a capella vom Feinsten und brachten den Chorleiter zum Schwärmen: „Wir hörten starke Frauenstimmen und fulminante Bässe“.

„Zurück auf die Bühne“ war das Motto der Veranstaltung, auf die der Chor lange hingearbeitet hat – aber gewiss sein konnte er sich dessen nicht. Der bereits vor zwei Jahren geplante Auftrittstermin hatte einige Hürden zu überwinden: die Comenius-Halle, in der sonst die Aufführungen stattfinden, wird derzeit renoviert, und zuletzt bescherten auch die steigenden Corona-Zahlen dem Chor eine Zitterpartie, ob der Abend überhaupt stattfinden kann. Das Unternehmerpaar Markus und Silvia Rösmann von der Eventlocation Percuma halfen und boten dem Chor das Botanical als Veranstaltungsraum mitsamt technischer Ausstattung an. Der Chor nutzte das Potential und setzte die Licht- und Soundeffekte geschickt ein. Das Publikum wurde zu Beginn mit einem Film auf das Konzert eingestimmt, der auf witzige Weise ahnen ließ, was die Pandemie für den Chor bedeutet hat: Online-Proben mit vielen Gesichtern auf dem Bildschirm und Proben „open air“.

In der Pause gab es feinstes Fingerfood, darunter schmackhafte Dips und Lachshäppchen sowie freie Getränke. Auf der 2G-Veranstaltung im Botanical mit leistungsstarken Luftreinigern, die die Raumluft drei Mal in der Stunde komplett austauschen, trafen gefühlt Vergangenheit und Zukunft zusammen. Im so genannten „Beachhouse“ finden auch die Proben von 20vor8Chorisma jeden Montag von 20.30 bis 22 Uhr unter der Leitung von Ulrich Diehl statt. Interessenten sind jederzeit willkommen.mi

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