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Auf dem Weg zur Firmung sich selbst besser kennenlernen

Nur gemeinsam gelang es den Firmlingen, die Decke, auf der sie standen umzudrehen, ohne sie zu verlassen. Foto: bpa

Das verlängerte Wochenende nutzten Eppsteins Firmlinge, um einander besser kennenzulernen und sich Gedanken über ihren Glauben zu machen. Von den knapp 20 Firm-Teilnehmern meldeten sich zehn für den Vorbereitungskurs „Zwischen Himmel und Erde“ am vergangenen Wochenende an.

Anfang Juni waren vier Jugendliche bereits zum Jugendtreffen mit Meditation und Gebet nach Taizé in Frankreich gefahren. Seit April bereiten drei Firmlinge zusammen mit der Band „Mayim“ die musikalische Gestaltung des Firm-Gottesdienstes am Sonntag, 8. September, vor. Ihre ersten Erfahrungen, unter anderem mit der Tontechnik, machten sie beim Jugendgottesdienst zur Eröffnung des Firmkurses. Jetzt bereiten sie ihren Chor-Auftritt bei der Firmung mit Weihbischof Thomas Löhr vor.

Vordergründig standen Sport und Spaß auf dem Programm des Aktiv-Wochenendes, idealerweise sollten die Jugendlichen die anderen Firmlinge und die eigenen Grenzen besser kennenlernen und bereit sein, die eigenen Vorstellungen über Glauben und Leben zu hinterfragen. Am Freitag trafen sich die 15- bis 16-jährigen Jugendlichen zum Erlebnistag im Klettergarten in Wiesbaden, am Samstag ging’s bei einer Kanu-Tour auf der Lahn um das Thema „Im Fluss des Lebens“ auch um Besinnung auf das eigene Leben und am Sonntag bei einer Wanderung mit Geo-Caching um den Weg zur Firmung.

„Wem es ausschließlich um sportliche Aktivität geht, der ist in dieser Gruppe nicht gut aufgehoben“, sagte Gemeindereferentin Andrea Höfling, die den dreitägigen Firmkurs leitete. ziel der Firmvorbereitung sei es, die Jugendlichen zu stärken und die Freude an gemeinsamen Aktivitäten zu wecken. Die Jugendlichen mussten bereit sein, Fragen über das eigene Leben, die Vorlieben und Wünsche zu beantworten und sich auf die Vorstellungen der anderen einzulassen. Beim Klettern am Nachmittag ging’s auch um Vertrauen und das Loslassen können.

Warum er diesen Kurs mache, beantwortete Silas: Er habe für sich entschieden, dass er Christ und Katholik bleiben wolle, dabei könne der Kurs nicht schaden. Die aktuelle Diskussion über Missbrauchsopfer und Missbraucher in der Kirchenhierarchie spiele für sie keine Rolle, meinten die Jugendlichen. Lars hat darüber nachgedacht, für ihn sei jedoch das Klima in der Gemeinde vor Ort ausschlaggebend und, dass er sich dort wohl fühlen könne.

Die Firmung wollten die Jugendlichen, 13 Mädchen und vier Jungen, dazu nutzen, sich mit dem eigenen Glauben auseinanderzusetzen und den Glauben als Chance für die eigene Lebensgestaltung zu erfahren. bpa

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