Taunusklub wählt Alexander Simon

Bürgermeister Alexander Simon mit Wanderkarte – er übernimmt den Vorsitz im ältesten Wanderverein Deutschlands.

Vor 15 Jahren löste sich der Zweigverein Eppstein des Taunusklubs nach 134-jähriger Geschichte auf, weil es nicht gelang, junge Menschen für die Ziele des Vereins zu begeistern.

Jetzt kehren die Tauniden gewissermaßen nach Eppstein zurück: In seiner von März auf Ende August verschobenen Jahreshauptversammlung wählte der Gesamtverein des Taunusklubs Eppsteins Bürgermeister Alexander Simon einstimmig zum neuen Ersten Vorsitzenden. Sein Vorgänger, Königsteins ehemaligen Bürgermeister Bertram Huke, habe ihn vorab gefragt, ob er den Vorsitz übernehmen würde, sagte Simon. Huke, der das Amt 25 Jahre innehatte, überreichte seinem Nachfolger einen geschnitzten Wanderstock als Symbol für sein Amt.

Der Taunus mit seinem gut ausgebauten Wegenetz ziehe viele Menschen an, sagt Simon, deshalb sei es gerade im dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet wichtig, den Wald zu schützen: Siedlungen, Straßen, Eisenbahnlinien und Stromtrassen nehmen immer mehr Raum ein, nicht zu vergessen der Luftverkehr mit seinen Emissionen.

Der Taunusklub mit seinen 20 Mitgliedsvereinen sehe seine Aufgabe darin, den Wald als Rückzugsort für den Menschen zu erhalten, sagte Simon, ihm sei es wichtig, auf den Wert des Waldes hinzuweisen. Er selbst geht gern in den Wald, um zu entspannen und nachzudenken. Schon mit seinen Eltern habe er Wanderurlaub im Schwarzwald gemacht, verrät der Rathauschef. Einmal im Jahr lädt er Freunde ein, um mit ihnen durch den Taunus zu wandern.

Wandern ist immer noch eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen in Deutschland. Auch in Eppstein gebe es einige Wandergruppen, die sich regelmäßig treffen, führte Simon an. Andererseits sei Eppstein Ziel vieler auswärtiger Wandergruppen. So hofft Simon, dass die Burgstadt auch Ziel der ein oder anderen Wanderung oder Veranstaltung des Taunusklubs werde. Gerade in der Corona-Pandemie habe sich gezeigt, wie wichtig der Wald für viele Menschen als Erholungsort ist, sagte Simon. Und wandern gehört zu den Sportarten mit einer guten ökologischen Bilanz. Das gelte es zu fördern. Der Klimawandel und die damit einhergehende Veränderung des Waldes müsse beobachtet und, wo möglich, bekämpft werden. Trockenheit und Borkenkäfer verursachen enorme Waldschäden.

Der Taunusklub wurde 1868 von Frankfurter Bürgern auf dem Gipfel des Großen Feldbergs gegründet und ist der älteste deutsche Wanderverein und Mitbegründer des Verbandes Deutscher Gebirgs- und Wandervereine. Von diesem Stammklub gingen schon im 19. Jahrhundert wichtige Impulse der Wanderbewegung aus. So wurden damals bestehende Wege im Taunus markiert und das Wegenetz erweitert, Schutzhütten, Aussichtstürme und Tempelchen errichtet und die ersten Wanderkarten herausgegeben. bpa

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