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Sternsinger als Friedensbotschafter unterwegs

Eine so große Gruppe von Sternsingern hat es schon lange nicht mehr in Niederjosbach gegeben. Foto: Simone Pawlitzky

„Gestern habt ihr an fremden Türen geklingelt und wusstet oft nicht, wer euch öffnet. Ihr hattet eine wichtige Botschaft und ein wertvolles Geschenk für die Menschen dabei.

Friede diesem Haus und allen Menschen ist die Botschaft und das Geschenk ist Gottes Segen“, eröffnete Pater Gaspar Minja am Wochenende seine Gottesdienste mit den Sternsingern.

In der vergangenen Woche und am Wochenende waren die Gruppen mit ihren bunten Gewändern in fast allen Stadtteilen unterwegs. Nur in Eppstein und in Wildsachsen gehen die Sternsinger erst am kommenden Samstag los und hoffen auf großzügige Spenden.

In Bremthal trafen sich rund ein Dutzend Könige und Sternträger mit ihren Helfern schon am 28. Dezember, in Vockenhausen zogen 14 Kinder und Jugendliche mit ihren Begleitern am vorigen Freitag los. Ehlhaltens neun Sternsinger legten auf ihrer dreitägigen Tour ein stattliches Pensum zurück: Jeweils fünf Stunden waren sie unterwegs, um Segen und Spendenbitte in alle Ehlhaltener Häuser zu tragen.

Trotz Ferienzeit sei es auch in diesem Jahr gelungen, an allen Haustüren in Ehlhalten zu klingeln, berichtete Martina Smolorz vom Ortsausschuss der katholischen Pfarrei. Und von sehr vielen Bewohnern seien die Sternsinger „mit großer Freude und Dankbarkeit“, so Smolorz, empfangen worden.

Nach drei Tagen hatten die Ehlhaltener Sternsinger reichlich Süßigkeiten und Spenden für die Hilfsaktion gesammelt. Am Sonntag feierten sie gemeinsam mit der Gemeinde den Gottesdienst. Pater Gaspar betonte in seiner Predigt, dass die Sternsinger mit ihrem Stern das Licht des neugeborenen Kindes in die Welt tragen: „Weihnachten geht weiter und muss weitergehen, indem wir mit dem Licht Christi den Frieden hinaustragen.“

Mit leuchtenden Kronen und großen goldenen Sternen machte sich in Niederjosbach am Samstagmittag mit 24 Sternsingern im Alter von 5 bis 17 Jahren die größte der fünf Stadtteil-Gruppen auf den Weg, um den Segen Gottes auszuteilen und Geld für einen guten Zweck zu sammeln.

„So viele Kinder haben schon lange nicht mehr bei dieser Aktion mitgemacht“, freute sich Hajnalka Riehm, eine der Organisatorinnen. Sie bedankte sich bei allen Helfern und Betreuern für ihr Engagement, insbesondere aber bei Marisa Campos da Costa und bei Wolfgang Kupfer.

Sternsinger sammeln für Kinder im Libanon

Da Costa hatte für die Sternsinger sechs neue Gewänder genäht und Kupfer drei neu Sterne geschnitzt und auf Stäben befestigt.

In acht Gruppen zogen die Kinder mit ihren zehn Begleitern durch Niederjosbach, besuchten 189 Haushalte, erneuerten mit Kreide den Segensspruch „Christus mansionem benedicat – Christus segne dieses Haus“ über dem Eingang und sammelten Süßigkeiten und Geld für die Sternsinger-Aktion mit dem Leitsatz „Frieden! Im Libanon und weltweit“.

Sie ist für Kinder im Libanon und für Kinder in Flüchtlingscamps gedacht, für Bildungsprogramme und Integration an Schulen oder die medizinische Versorgung. Denn seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges im Nachbarland Syrien 2011 hat der Libanon rund 1,2 Millionen Flüchtlinge aufgenommen – mittlerweile machen sie ein Viertel der Gesamtbevölkerung aus.

Bis jetzt haben die Kinder und Jugendlichen in vier Stadtteilen über 5360 Euro gesammelt, verriet Pfarrsekretärin Monika Schäfer, bei der die Meldungen aus den Stadtteilen gesammelt werden. Endgültiger Kassensturz für die Sammelaktion wird Anfang nächster Woche gemacht.

Aber nicht nur die bedürftigen Kinder haben etwas von der Sternsingeraktion. Im November fuhren die Eppsteiner Sternsinger und Begleiter gemeinsam zum Sternsingertag nach Limburg, beschäftigten sich mit dem diesjährigen Motto, bastelten Kronen und waren vor allem als Friedensbotschafter unterwegs.

Ein wichtiges Ziel ihrer Aktion sei, Frieden und Verständigung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion im Libanon zu fördern, erfuhren die Sternsinger bei ihrem Ausflug nach Limburg.

Im Gottesdienst in Niederjosbach stellten die Kinder dann den Sinn des biblischen Leittextes des Propheten Jesaja nach, in dem geschrieben steht: „Wenn die Menschen auf den Wegen des gerechten Gottes gehen, werden sie aus Schwertern Pflugscharen machen, und die Kriege zwischen den Völkern finden ein Ende“.pw

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