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Statt Testcenter Rettungswache für Corona-Einsätze

Rettungsfahrzeug an der Infektionswache im Kastengrund.Foto: MTK-Pressestelle

Vorerst wird es im Main-Taunus-Kreis keine Corona-Abstrichambulanz mehr geben. Wie Landrat Michael Cyriax mitteilt, hat die zuständige Kassenärztliche Vereinigung ihre Zusage für einen Wechsel des Standorts vom Krankenhaus Hofheim in den Hattersheimer Kastengrund zurückgezogen.

Der Umzug war für Montag vorgesehen. Jetzt müssten Patienten vorerst ins Testcenter nach Wiesbaden fahren. Der Kreis hielt den bisherigen Standort der Abstrich-Ambulanz am Hofheimer Krankenhaus für unzumutbar für die Kliniken und die Nachbarn und schuf kurzfristig auf dem kreiseigenen Gelände des Kastengrunds in Hattersheim die Voraussetzungen für eine neue Ambulanz. Diese Pläne haben sich nun vorerst zerschlagen.

Unterdessen wurden die Bedingungen für den Abstrich weiter verschärft: Es werden nur noch Abstriche von Personen gemacht, die Fieber haben. Getestet werden außerdem Personen, die in der Medizin und anderen sicherheitsrelevanten Bereichen tätig sind. Die Abstrich-Ambulanz ist an den Asklepios Paulinen Kliniken Wiesbaden (Geisenheimer Straße 10) untergebracht. Patienten sollen sich zuerst an den Hausarzt oder den Ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 wenden.

Der Kreis nutzt sein Gelände im Kastengrund nun anderweitig und richtet dort eine Infektionswache ein, um sich auf größere Herausforderungen durch das Coronavirus vorzubereiten. Landrat Michael Cyriax zufolge sollen von dort Fahrzeuge speziell zu Einsätzen ausrücken, die mit Corona in Zusammenhang stehen: Einsätze werden auch weiterhin über die Zentrale Leitstelle der Rettungsdienste des Kreises in Hofheim koordiniert.

Der Vorteil von separaten Standorten liegt, so der Kreis, in der Desinfektion. Nach jeder Fahrt muss ein Rettungs- oder Krankentransportwagen aufwändig desinfiziert werden; das kann sich über eineinhalb Stunden hinziehen. Von dieser Arbeit würden die Wachen durch den neuen Standort entlastet, so Cyriax.

Derzeit sei die Infektionswache mit einem Rettungswagen im Tagdienst ausgestattet. Wenn sich die Corona-Einsatzzahlen ausweiten, könne die Wache um Krankentransportwagen und weitere Rettungswagen aufgestockt werden und rund um die Uhr arbeiten.

Cyriax würdigt das Engagement der Einsatzkräfte in den Rettungsdiensten. „Das sind, zusammen mit Ärzten und Pflegekräften in den Krankenhäusern, unsere Helden des Alltags“, fasst Cyriax zusammen.

Aktuell habe der Rettungsdienst die Lage im Griff, so der Landrat. Das zuständige Amt für Brandschutz und Rettungswesen habe intern seine Arbeit umorganisiert, um auf eine gravierende Lage vorbereitet zu sein.

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