Statt 20-Jahr-Feier Schilder für Flurnamen

Helmut Kleindienst, Brigitte Kleindienst und Annemarie Sauer (v.re.) freuen sich über die Spende, die Stefan Kiezmann (2.v.li.) überreichte.

Über 7000 Euro hat der Bremthaler Heimat- und Geschichtsverein in den vergangenen Jahren für neue Flurschilder ausgegeben, damit sie auch für Spaziergänger gut sichtbar in und um Bremthal auf alte Flurnamen und Bremthals Historie hinweisen.

„Wir werden auch von Neubürgern oft auf die Bedeutung von Flurnamen wie „Wellgarten“, „Ober den Eisenkauten“ oder „Wasserroll“ angesprochen“, freut sich Vorsitzender Helmut Kleindienst, dass die 44 Schilder registriert werden. Der Verein will deshalb an einigen Stellen Hinweisschilder anbringen, die die Bedeutung der alten Namen erklären. Im Laufe des Jahres soll außerdem eine interaktive Karte mit den Flurnamen und ihrer Bedeutung auf der Vereins-Internetseite bremthaler-heimat.de entstehen. „Die Flurnamen sind Teil unseres Vereinsthemas ,Was ist Heimat?’“, führt Kleindienst aus. Er bedauert, dass der Verein ausgerechnet in seinem 20. Jahr kaum Projekte umsetzen konnte. Genau am 28. Dezember 2020 jährte sich der Gründungstag. Gefeiert werden sollte er eigentlich jetzt im Januar. Das Fest wird ebenso wie die geplante Spielzeugausstellung verschoben. Stattdessen griff der Verein bei einem Angebot aus Würzburg für ein altes Stockbuch zu: „Es war das letzte, das fehlte und ergänzt nun die Sammlung für Bremthal im Stadtarchiv“, freut sich die zweite Vorsitzende Annemarie Kleindienst.

Für seine Projekte erhielt der Verein jetzt eine Spende von der Nassauischen Sparkasse über 500 Euro. Persönlich überreicht hat sie Stefan Kietzmann. Der 37-jährige Leiter des Privatkundengeschäfts der Naspa stammt aus Bremthal, wo er nach wie vor wohnt, und schätzt die Arbeit des Vereins.

Am 8. März 2020 war das Museum zuletzt geöffnet und seitdem wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Zwei bereits fertig konzipierte Ausstellungen mussten abgesagt werden, ebenso das Handkäsessen und Vorträge. „Uns fehlen die Spenden aus unserem Krug am Eingang sehr“, sagt Kassiererin Brigitte Sauer. Aber sowohl die meisten Vereinsmitglieder als auch die Besucher gehören wegen ihres Alters zu einer Risikogruppe. Auch deshalb sucht der Verein dringend nach jüngeren Mitgliedern, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Dass der Bremthaler Geschichtsverein mit der Zeit geht, hat er bereits mit seiner innovativen Internetseite bewiesen, „für die wir von vielen anderen Vereinen beneidet werden“, sagt Kleindienst. bpa

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