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Seniorenberater: Richtiges Verhalten gegen Trickbetrüger

Thomas Abicht, Gerda Bimmel, Ruth Möller, Peter Arnold und Krista Schacke am Stand des Präventionsrats zum Thema „Trickbetrug“. Foto: bpa

Wie wichtig Beratung und Prävention gerade für ältere Menschen ist, war Thema einer Informationsveranstaltung, zu der Seniorenberater des Eppsteiner Präventionsrates und die Taunus-Sparkasse am Montagvormittag vor und in den Räumen des Geldinstituts einluden.

Der jüngste Fall vom vergangenen Freitag in Eppstein zeige, wie wichtig Aufklärung und Information ist, waren sich die beiden Seniorenberater Krista Schacke und Peter Arnold einig. Eine 85-jährige Frau wurde angeblich von ihrem Enkel angerufen, der vorgab, Geld für den Kauf einer Wohnung zu benötigen. In der Annahme, dass der Enkel sich in einer Notlage befinde, übergab sie einem Fremden Schmuck im Wert von 40 000 Euro. Den Betrüger, der zu ihrer Wohnung Am Wingertsberg kam, beschreibt sie als 30 bis 35 Jahre alt, etwa 1,65 Meter groß, dunkel gekleidet, südländisch wirkend, mit kurzen, dunklen Haaren und Drei-Tage-Bart. Die Polizei bittet Zeugen, sich unter Telefon (0 61 95) 6 74 90 mit der Dienststelle in Kelkheim in Verbindung zu setzen.

Schacke und Arnold sprachen Sparkassenkunden und Passanten an, verteilten Broschüren, in denen die wichtigsten Verhaltensregeln am Telefon, aber auch im Internet kurz und bündig zusammengefasst werden. Fast jeder Passant, mit dem sie ins Gespräch kamen, wusste von Anrufern oder unangekündigten Besuchern an der Haustür zu berichten. Die 82-jährige Gerda Bimmel erklärte resolut, dass sie sich auf keine Gespräche einlasse und sofort auflege, Ruth Möller räumte ein, dass sie grundsätzlich misstrauisch sei, wenn sie Anrufer mit unbekannter Telefonnummer am Apparat habe.

Die Seniorenberater rieten dazu, sich immer durch Rückrufe bei Verwandten zu vergewissern, ob sich der angebliche Enkel oder die Nichte tatsächlich in einer Notsituation befinde. Die Anrufer sind meistens gut geschult und verstehen es, die Menschen ins Gespräch zu verwickeln und unter Druck zu setzen. Gerade deshalb rate die Polizei dazu, die Angelegenheit immer erst mit einem Verwandten oder einer Vertrauensperson zu besprechen.

Auch Mitarbeiter von Banken und Sparkassen sind geschult und helfen im Zweifel weiter. Die Polizei rät: „Übergeben Sie kein Bargeld an unbekannte Personen und legen Sie bei Bargeldforderungen am Telefon sofort auf und informieren Sie ihre örtliche Polizei.“

Taunussparkassenmitarbeiter Thomas Abicht wies darauf hin, dass laut Kriminalitätsstatistik die Kriminalitätsrate nicht steigt, sich stattdessen die Schwerpunkte auf andere, zum Teil auch neue Delikte verlagern: Er habe in den 1990er Jahren zwei Banküberfälle miterlebt. Solche Straftaten seien deutlich zurückgegangen. Stattdessen wenden sich die Ganoven direkt den Kunden zu.

So wiesen die Seniorenberater auf ein weiteres neues Phänomen hin, das sogenannte „Phishing“ von Daten von Passwörtern, Geheimzahlen (PIN-Nummer) bis hin zur Transaktionsnummer (TAN) reichen die Versuche der Täter. Eine Masche von Betrügern sei es, sich über gefälschte E-Mails als Kundenbetreuer auszugeben und unter einem Vorwand die Passwörter abzufragen. Deshalb sollten Bankkunden niemals über Links aus einer E-Mail zum Online-Banking wechseln, sondern immer direkt über die Internetadresse ihres Geldinstituts.bpa

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